#159 - Ich habe ein Haus für viel zu wenig Geld gekauft... Jetzt weiß ich warum
Shownotes
Ein Mann erfüllt sich den Traum eines eigenen Hauses. Das Haus, für das er sich entscheidet scheint für den Preis fast schon zu perfekt zu sein. Schon bald soll er auch herausfinden, warum das so ist.
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❤️ Diese Geschichte wurde von einem Hörer eingesendet. Vielen Dank an "Markus Gellert" für diese tolle Geschichte!
🎵 Einspieler Intro: Instagram - l.maximilian_
🎶 Musik: Instagram - l.maximilian_
Lizensiert unter Creative Commons 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ https://soundcloud.com/darknessprevailspodcast https://www.youtube.com/c/myuuji "Ghost" by Tim Beek (timbeek.com)
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Transkript anzeigen
00:00:09: Es gibt Orte, an denen die Dunkelheit dichter ist Geschichten, die man lieber nicht erzählen sollte Geheimnisse Die tief in den Schatten verborgen liegen und dort auch bleiben sollten.
00:00:32: Doch wir alle sind neugierig Getrieben von der Sehnsucht das Unbekannte zu erforschen.
00:00:43: Willkommen bei einer Reise in die tiefsten Abgründe der menschlichen Vorstellungskraft Wo Realität und Albtraum aufeinandertreffen.
00:00:55: Willkommen bei den Midnight Stories.
00:01:21: Der Traum vom eigenen Haus ist etwas dem vermutlich die meisten von uns nachjagen Ein eigener Garten, ein eigenes Grundstück Und vielleicht sogar eine eigene Familie dazu.
00:01:37: Mit gerade mal fünfundzwanzig Jahren sind das vielleicht ziemlich große Träume Aber wenn nicht groß träumt wird auch nichts großes erreichen.
00:01:48: Ich würde mich selber als ziemlich sparsam bezeichnen und konnte so in meiner zugegeben noch ziemlich kurzen Karriere schon ein kleines Vermögen ansparen.
00:02:00: Versteht mich nicht falsch, es sind keine Unsummen wie man sie als findiger Geschäftsmann verdienen würde – aber zumindest genug um einen vorsichtigen Blick auf die einschlägigen Internet-Portale zu werfen, auf denen Hausbesitzer ihre Eigenheime zum Kauf anboten.
00:02:17: Wie es zu erwarten war… Überstiegen die Preise der meisten Objekte meine Schmerzgrenze bei Weitem.
00:02:23: Oder waren in einem derartig schlechten Zustand, dass ihre Renovierung schlicht nicht bezahlbar für mich war?
00:02:32: Da ich als single und eingeschworener Party-Muffel ohnehin viel Zeit daheim verbrachte, durchforstete ich immer wieder die üblichen Websites, in der Hoffnung ein passendes Angebot zu finden – bis ich eines Abends eine Anzeige mit annehmbaren Preis fand!
00:02:51: Das Gebäude auf den Fotos War ein kleiner Traum.
00:02:57: Ein kleines Haus im schwedischen Stil, weißer Fassade und roten Fensterläden.
00:03:03: Unter der Beschreibung des Häuschens in welcher keine Baumengel beschrieben wurden stand eine Telefonnummer.
00:03:11: Sofort griff ich nach meinem Handy und tippte die Nummer ein.
00:03:16: Bei einem solchen Kaufpreis konnte ich unmögliche einzige Interessent sein – daher durfte ich keine Zeit verlieren!
00:03:25: Am anderen Ende hatte es nur ein einziges Mal geklingelt bevor sich einen Mann meldete.
00:03:34: Seine Stimme irritierte mich für einen Moment.
00:03:38: In ihr lag kein wirklicher Klang, sie war nicht unfreundlich sondern vielmehr kalt und berechnend.
00:03:51: Hallo?
00:03:52: Spreche ich damit Mr.
00:03:53: Greed?
00:03:56: Drang ist so monoton wie zuvor aus meinem Handy.
00:04:00: Schönen guten Abend!
00:04:02: Ich rufe wegen ihrer Anzeige für das Haus an... Das Haus bei.. Ich habe nur ein Haus zu verkaufen Unterbrach er mich erneut, in diesem unheimlichen leblosen Ton.
00:04:14: Auch wenn nur eine Spur von Interesse mitschwangen... Also an dem Haus interessiert?
00:04:22: Ja!
00:04:23: Auf jeden Fall bin ich interessiert!
00:04:25: Ist es noch zu
00:04:25: haben?!
00:04:28: Ich kann nicht genau sagen warum – aber fast hatte ich das Gefühl als könnte ich ein suffisantes Lächeln auf den Lippen von Mr.
00:04:37: Greed hören… Als dieser nun sprach.
00:04:41: Na das klingt unterbar.
00:04:52: Ich war etwas überrumpelt.
00:04:55: Natürlich freute ich mich, dass sich als Käufer überhaupt in Betracht gezogen wurde Doch andererseits hatte ich nicht damit gerechnet das es so schnell gehen würde.
00:05:06: Und schließlich musste ich morgen auch zur Arbeit.
00:05:11: Also...morgen ist ähm...also das ist jetzt natürlich ziemlich spontan Oder top mein lieber Wenn Sie kein echtes Interesse haben, möchte ich darum bitten nicht erbelästigt zu werden.
00:05:24: Schließlich könnte jeden Moment ein Anderlinteressent anrufen während sie die Leitung lockieren... Nein!
00:05:30: Halt!
00:05:31: W-Warten Sie!
00:05:33: Ich durfte mich jetzt auf keinen Fall abwimmeln lassen.
00:05:37: Eine solche Chance würde ich bestimmt kein zweites Mal erhalten.
00:05:42: Was war da schon ein einziger unentschuldigter Tag auf der Arbeit?
00:05:46: Falls sich nicht ohnehin noch zum Arzt fahren konnte um mich wegen Bauchschmerzen krank schreiben zu lassen?
00:05:52: Okay, wann sollen wir uns treffen?
00:05:57: Wir vereinbarten ein Treffen zur Mittagszeit.
00:06:01: Ich sollte bis vor das Haus fahren, wo Mr.
00:06:03: Greed auf mich warten würde.
00:06:08: Wie zu erwarten hielt mich die Aufregung die ganze Nacht wach und so verbrachte ich noch einige Zeit damit meinen Kollegen zu schreiben.
00:06:19: Es waren die typischen Vorbereitungen welche man traf um sich am folgetag krankzumelden.
00:06:26: Hey Leute!
00:06:27: Tut mir echt leid aber... ...ich befürchte ich werde morgen nicht zur Arbeit kommen können habe plötzlich üble Magenschmerzen und Durchfall bekommen.
00:06:36: Würdet ihr dem Chef Bescheid geben?
00:06:38: Ich bemühe mich, es morgen zum Arzt zu
00:06:40: schaffen.".
00:06:44: Obgleich ist bereits ein Uhr war, kamen der noch einige gute Besserungen antworten.
00:06:51: Am nächsten Morgen bekam ich vor Anspannung kaum einen Bissen herunter.
00:06:57: Die ganze Situation wirkte für mich ... noch immer unwirklich … Und da ich ohnehin noch etwas Zeit hatte bevor ich losfuhr, gab ich die Adresse schon mal in mein Navi ein.
00:07:12: Erst jetzt wurde mir klar, wie abgelegen dieses Haus tatsächlich lag.
00:07:17: Bis auf einen kleinen roten Pfeil war der gesamte Bildschirm grün.
00:07:25: Ist das etwa alles Wald?
00:07:26: Das liegt ja wirklich im Nirgendwo... Naja da hat man auf jeden Fall seine Ruhe!
00:07:36: Laut Navi würde ich gerade mal eine halbe Stunde bis zu dem Haus brauchen und auch wenn nicht viel unterwegs war kannte ich natürlich dieses große Waldgebiet.
00:07:48: Es überraschte mich, dass ich von diesem Haus noch nie etwas mitbekommen hatte.
00:07:55: Die Fahrt sollte deutlich länger dauern als vom Navi angegeben – Ich musste mindestens vier oder fünf Mal an der halb zugewucherten Einfahrt vorbeigefahren sein bevor ich sie fand und den schlammigen Weg hinauf fuhr.
00:08:10: Dass mein Wagen nicht stecken blieb glich einem Wunder!
00:08:16: Es brauchte noch einmal knapp zehn Minuten bis sich die weiße Hausfassade in der Ferne erblickte und den untersetzten blonden Mann, der regluster Vorstand.
00:08:25: Das musste dann wohl Mr.
00:08:27: Greed sein!
00:08:30: In der Hoffnung einen guten ersten Eindruck zu machen ließ ich das Seitenfenster herunter und winkte ihm zu – ohne jedoch auch nur irgendeine Reaktion zu bekommen.
00:08:40: Na das scheint ja ein ganz lebensfroher Geselle zu sein….
00:08:45: Ich brachte meinen Wagen vor dem Haus zum Stehen und stieg aus.
00:08:49: Sofort versanken meine Schuhe einige Zentimeter im schlammigen Boden … Der beim Herausziehen gierig schmatzte.
00:08:58: Jetzt erst wandt sich mein Gegenüber mir zu.
00:09:02: Na schön, dass Sie es geschafft haben!
00:09:06: Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken.
00:09:10: Die Mimik und das Lächeln des Mannes wirkten in etwa so echt wie bei einem Animatronic im Freizeitpark.
00:09:23: Er streckte mir seine Hand zur Begrüßung entgegen Welche ich widerwillig ergriff.
00:09:30: ein Gefühl des Ekels überkam mich als ich sah wie sich seine Finger um die Meinen schlossen Nicht in einer schnellen Bewegung, sondern Fingerglied für Fingergliet.
00:09:44: So wie bei kleinen Kindern!
00:09:47: Welche erst noch lernten ihre Bewegungen zu koordinieren?
00:09:52: Es kostete mich einiges an Überwindung seiner Hand nicht, wie ein abscheuliches Insekt von mir zu schütteln.
00:10:00: Endlich ließ er von mir ab.
00:10:03: Ich befürchtete schon sie hätten es sich anders überlegt.
00:10:08: Das war witzig... Ich konnte doch nichts dafür, dass diese Möchte gern Straße kaum als solche zu erkennen war.
00:10:16: Das hätte er am Telefon ja auch kurz erwähnen können!
00:10:21: Ich wär schon früher hier gewesen aber die Straße ist der reinste Geheimweg.
00:10:28: Für einen kurzen Bruchteil einer Sekunde schienen mich die glanzlosen kalten Augen des Mannes zu durchbohren Erschien kein Mensch von besonders fröhlicher Natur zu sein.
00:10:41: Dann setzte er wieder seinen Roboter haftes Lächeln auf.
00:10:45: Also, wir haben die Stelle hier immer sehr geschätzt.
00:10:49: Wir?
00:10:51: Ja... meine Frau und unsere zwei Kinder.
00:10:55: Sie sind allerdings bereits in unser neues Haus gezogen!
00:11:00: Ich gebe zu, dass es mich überrascht hat, das selbst ein Mensch wie dieser Mr.
00:11:05: Greed eine Familie hatte.
00:11:09: Tja… Es scheint wohl wirklich für jeden Topf den passenden Deckel zu geben.
00:11:14: Na dann, wollen wir uns drinnen
00:11:17: umsehen?!
00:11:20: Aus seiner Hosentasche zog er einen Schlüssel.
00:11:24: Von innen wirkte das Haus sogar noch schöner als von außen!
00:11:29: Die Wände und Decken bestanden aus hellem, beinahe weißen Holz.
00:11:35: Während der Boden im sattem Rotbraun leuchtete – und wirkte als sei noch nie ein Mensch auf ihm gegangen.
00:11:43: Überall standen hochwertige Holzmöbel, deren Sitzflächen mit honigfarbenem Samt bezogen waren.
00:11:51: Die tatsächliche Wohnfläche wirkte gleich doppelt Nein, dreimal so groß wie von außen.
00:11:59: Ich konnte mich nicht erinnern, jemals ein schöneres Haus gesehen zu
00:12:03: haben.".
00:12:05: Darf ich fragen, wann ihre Möbel abgeholt werden sollen?
00:12:09: Oh!
00:12:10: Hab' ich das etwa nicht mit in die Anzeige
00:12:12: geschrieben?".
00:12:13: Das Haus wird voll möbliert verkauft.
00:12:16: Entschuldigen Sie – ich war mir nicht sicher, dass Erwähnt zu
00:12:19: haben!".
00:12:22: Mir klappte fast der Mund auf.
00:12:25: Diese ganzen Möbil… Sollten beim Kauf mit Inbegriffen sein?
00:12:31: Ich bin bei Gott kein Experte in solchen Dingen.
00:12:35: Aber allein das so verwirkte, als könnte ich damit zwei oder drei Monats bieten meiner Wohnung bezahlen!
00:12:43: Schaudernd bemerkte ich wie Mr.
00:12:45: Greed an mich herantrat.
00:12:47: Darf' ich Ihnen eine kurze Führung anbieten?
00:12:53: Was nun folgte?
00:12:56: Glech eher dem Besuch einer Kunstgalerie als einer Hausführung... Ein Zimmer war schöner und prächtiger als das andere.
00:13:05: Und jedes Mal, wenn ich dachte – nichts könne das Vorangegangene übertreffen – wurde ich eines Besseren belehrt!
00:13:14: Das Schlafzimmer beherbergte ein gigantisches Himmelbett….
00:13:18: …und einen Kleiderschrank von den Ausmaßen eines Parkplatzes.
00:13:24: Im Wohnzimmer befand sich neben den honigfarbenen Samtmöbeln ein gigantescher Kamin in welchem mein Auto problemlos Platz gefunden
00:13:32: hätte.".
00:13:34: Die Küche glich eher dem Arbeitsplatz eines Chefkochs in einem Fünf-Sterne-Restaurant.
00:13:40: Und im Edlen, mit Marmor gefließten Badezimmer, goss eine steinerne Nixse Wasser aus ihrem Krug in eine gewaltige Wanne – selbst der prunkvollste Palast konnte sich wohl kaum mit diesem Haus messen!
00:13:58: So, dann zeige ich Ihnen zum Abschluss noch schnell den Keller….
00:14:04: die Holzerne Kellertür befand sich direkt neben der Treppe in den zweiten Stock.
00:14:11: Bevor dieser unheimliche Typ sie allerdings öffnete, klopfte er dreimal gegen das Holz.
00:14:20: Doch warum?
00:14:23: Ich dachte seine Familie sei bereits ausgezogen!
00:14:28: Ähm... Oh, entschuldigen Sie eine kuriose Traditionen diesem Haus.
00:14:36: bevor man den Keller betritt muss man erst anklopfen damit die Geister sich verstecken können Hatte er gerade tatsächlich ... Geister gesagt?
00:14:52: Ich persönlich glaubte zwar nicht an einen solchen Hokus-Pokus, aber es konnte einfach keine gute Idee sein, potenziellen Kunden irgendetwas von Geistern zu erzählen.
00:15:05: Mr.
00:15:05: Greachin meine Gedanken erahnt zu haben.
00:15:10: Es ist ein kleines Spiel das wir mit unseren Kindern gespielt haben.
00:15:15: Das geht jetzt schon so viele Jahre dass es mir zur Gewohnheit wurde.
00:15:21: Er öffnete die Tür und ging die Treppe hinab.
00:15:25: Der Keller war im Vergleich zum restlichen Haus wirklich nichts Besonderes.
00:15:32: Ein komplett leerer, großer Raum in welchem lediglich fünf im kreisstehende Säulen vom Boden bis zur Decke reichten.
00:15:41: Ähm...wofür sind denn diese Säueln da?
00:15:45: Ach die dienen lediglicht zur Stabilisierung der Decke!
00:15:51: Ich fand es zwar merkwürdig dass dieser Raum trotz seiner Größe nicht eingerichtet Andererseits konnte man auch schlecht behaupten, dass es oben an Platz gemangelt hätte.
00:16:04: Darf ich fragen für was der Keller von ihnen genutzt wurde?
00:16:09: Ein Zucken hoschte über das Gesicht meines Gegenübers.
00:16:13: Nun ursprünglich haben wir ihn als Lagerraum genutst doch gegen Ende haben wir hier regelmäßig Besucher untergebracht.
00:16:25: Wäre es zu vermessen zu fragen wo die Möbel für die Besucher waren.
00:16:31: Immerhin meinte er, dass sein Haus vollmöbliert verkauft wird.
00:16:36: Andererseits war es ja nicht so das ich noch mehr Möbel brauchen würde.
00:16:42: Vermutlich würde ich hier unten ohnehin nur den Kram aus meiner jetzigen Wohnung einlagern.
00:16:48: Mr.
00:16:49: Greed unterbrach meine Gedanken.
00:16:52: Und?
00:16:53: Wie gefällt Ihnen das Haus?
00:16:56: Ob es mir gefällt?
00:16:58: Ja absolut!
00:17:00: Am liebsten würde ich sofort einziehen Na dann... Lassen Sie uns doch nicht lange warten, mein Junge.
00:17:08: Ich werde sofort alles in die Wege
00:17:10: leiten.".
00:17:13: Von nun an wirkte alles für mich wie ein Zeitraffer.
00:17:18: Tatsächlich war der Kaufvertrag innerhalb weniger Tage in meinem Briefkasten und wurde umgehend von mir unterschrieben.
00:17:29: Ich kündigte meine Wohnung und begann damit, meine sieben Sachen zu packen.
00:17:35: Ein Umzugsunternehmen zu beauftragen wäre ein witzloses Unterfangen gewesen Denn aufgrund meiner minimalistischen Lebensweise passte mein gesamter Besitz problemlos in den Kofferraum meines PKW.
00:17:50: Ich war derart aufgeregt, dass ich bereits ausgezogen war noch bevor mich das Schreiben meines Vermieters erreichte – in welchem ich auf die Kündigungsfrist hingewiesen wurde.
00:18:02: Es war mir jedoch egal.
00:18:05: Ich wollte einfach nur ...in mein eigenes Haus ziehen!
00:18:11: Als ich vor dem Haus ankam, sah ich bereits Mr.
00:18:14: Greed auf der Veranda stehen und meine Ankunft beobachten.
00:18:18: Wie auch bei unserer letzten Begegnung wirkte jede Mimics eines Gesichts roboterhaft und gespielt, ich stieg aus meinem Wagen um ihn zu begrüßen – und ihm so sehr es mir wieder strebte die Hand zu reichen.
00:18:35: Doch als sich meine Hand ausstreckte, griff er nicht etwa danach, sondern legte mir die Schlüssel zum Haus in die ausgestreckten
00:18:45: Finger.".
00:18:47: Hier sind die Schlüsse zu ihrem neuen Heim!
00:18:51: Doch bevor ich mich von ihnen verabschiede, gibt es etwas das sie unbedingt über das Haus wissen sollten.
00:19:00: Ich rechnete schon damit dass er mir jetzt von etwaigen Mengen am Haus berichten würde die den tiefen Kaufpreis erklären würden.
00:19:08: Vielleicht marode Wände hinter der Tapete, rostige Rohre oder nicht entfernbarer schwarzer Schimmel im Fundament?
00:19:19: Eben alles was mir die Vorfreude versauen könnte!
00:19:22: Jetzt wo all meine Ersparnisse vermutlich auf irgendeinem Konto in der Schweiz lagerten.
00:19:29: Sie haben hier ein ganz besonderes Haus gekauft, Ein Haus mit ganz besonderer Persönlichkeit und einem einnehmenden Wesen.
00:19:40: Sie können hier tun und lassen was sie wollen Und ich garantiere ihnen dass sie hier nur Glück und Zufriedenheit vorfinden werden.
00:19:52: Okay Das war in jedem Fall besser als Schimmel Auch wenn mich dieses Problem wohl weit weniger verwirrt hätte.
00:20:02: Es gibt nur eine Ausnahme, der Keller ist ein wenig – sagen wir speziell!
00:20:11: Wenn Sie ihn betreten möchten, denken sie in jedem Fall daran zuvor an die Tür zu klopfen und in Vollmond nächten rate ich ihnen sich von dort fernzuhalten.
00:20:28: zum ersten Mal seitdich diese Mann begegnet war.
00:20:32: Flack hatte in seinen Augen etwas auf und verschwand gleich darauf wieder.
00:20:37: – Was meinen Sie damit?
00:20:43: Doch er zuckte nur mit den Achseln.
00:20:46: Naja, letztlich ist es jetzt Ihr Haus!
00:20:50: Ich kann Ihnen nur einen Rat erteilen.
00:20:53: Leben sie wohl mein Freund!
00:20:56: Mit diesen Worten wandt er sich ab ging den schlammigen Weg entlang und verschwand nach wenigen Minuten.
00:21:04: aus meiner Sicht was für ein Spinner.
00:21:10: Kopfschüttelnd ging ich zur Tür und öffnete sie.
00:21:14: Sofort erfüllte mich ein Gefühl des Glücks und der Euphorie, dieses wunderschöne Haus gehörte jetzt mir – mir ganz allein!
00:21:28: Wie in Trance ging ich durch die einzelnen Zimmer und nahm jedes fein gearbeitete Möbelstück, jede sorgsam vernagelte Diele und jedes meisterhaft genähte Kissen in Augenschein.
00:21:44: Um in meinem neuen Heim anzukommen, hatte ich mir die ganze Woche frei genommen und diese Zeit wollte ich auch ausnutzen.
00:21:54: Beim Betrachten der Möbel-und Wände fiel mir erst jetzt der Detailgrad des Stücks auf sowie seine eigenartigen Motive.
00:22:06: Mr.
00:22:07: Greed oder wer auch immer diese Möbel Anfertigen ließ, schien einen Narren an Insekten gefressen zu haben.
00:22:17: Jeder Zentimeter des Holzes wurde geziert von kleinen Käfern Schmetterlingen und Spinnen.
00:22:27: Ich kann nicht behaupten, einen Sektenfreund zu sein!
00:22:31: Aber die Kunstfertigkeit dieser Arbeiten beeindruckte mich.
00:22:36: Je weiter ich mich umsah, desto mehr Insekten fand ich.
00:22:42: Sie waren im Treppengeländer, Im Relief über dem Kamin Und selbst der Türgriff zum Keller Er wies sich als Abbild einer dicken Raupe.
00:22:56: In wirklich allen Räumen Fand ich diese Abbilder Und die Suche nach ihnen versetzte mir eine kindliche Freude.
00:23:10: Ich verbrachte den ganzen Tag mit der Suche noch weiteren Käfern, bis nur noch der Keller übrig war – das kühle Metall der Klinke lag bereits in meiner Hand als eine innere Stimme mich an die Warnung von Mr.
00:23:26: Greed erinnerte.
00:23:29: Für gewöhnlich gab ich nichts auf solch einen Quatsch doch aus irgendeinem Grund erschien es mir sicherer an die Tür zu
00:23:38: klopfen.".
00:23:40: Den Wiederhall im leeren Kellerraum hörte ich sogar durch das dicke Holz der Tür.
00:23:46: Wie zuvor war der Keller vollkommen leer, nur die fünf Säulen erhoben sich bis zur Decke.
00:23:54: und nun erkannte ich auch ihren Detailreichtum.
00:24:00: Über-und über waren die Maßstabsgetreuern Abbilder kleiner Käfer in den Stein gearbeitet worden.
00:24:07: Die erste Säule zeigte die Körper von Kellerasseln – die zweite jene vom Silberfischen!
00:24:17: Auf der Dritten wuselten Millionen Marinekäfer durcheinander und die vierte zeigte hundertes Karabäen.
00:24:30: Am meisten beeindruckt war ich jedoch von der letzten Säule, auf welcher sich tausende Weberknächte tummelten.
00:24:40: Jedes Bein so lebensrecht ausgearbeitet als sei das Tier selbst versteinnert worden.
00:24:50: immer noch beeindruckend verließ ich den Keller um meine restlichen Sachen aus dem Auto zu holen.
00:24:58: Als ich durch die Tür nach draußen trat, war es als würde plötzlich alles Unglück der Welt auf mich einstürzen.
00:25:07: Ich fühlte mich traurig und niedergeschlagen und musste mich überwinden den Kofferraum zu öffnen und die erste Tüte mit meinen Klamotten ins Haus zu tragen.
00:25:20: Sobald ich das Haus jedoch betrat, fiel jede Trauer wieder von mir ab – ich kann gar nicht beschreiben wie glücklich ich war!
00:25:30: Nur wenige Male zum Auto gehen zu müssen, ehe alle Sachen im Haus waren.
00:25:38: In dieser Nacht schlief ich so gut wie noch nie in meinem Leben und am nächsten Morgen fühlte es sich an als wäre ich neu geboren worden.
00:25:51: Auch die folgenden Tage waren geprägt von einem unbeschreiblichen Gefühl des Glücks.
00:25:58: Zum ersten Mal fiel mir am vierten Tag eine Veränderung auf.
00:26:03: Ich war gerade dabei einen meiner Sessel in den Keller zu bringen.
00:26:09: Das verdammte Ding war nicht nur schwer, sondern ließ sich auch echt bescheiden tragen.
00:26:17: Ich möchte es kurz machen.
00:26:20: An diesem Tag vergaß ich an die Kellertür zu klopfen und öffnete sie ohne Vorwarnung.
00:26:28: Bereits beim Betreten der ersten Treppenstufe bemerkte ich etwas – ich war in irgendeine klebrige Masse getreten, welche sich augenblicklich unter meinem Fuß und zwischen den Zehen verteilte!
00:26:44: Angewiedert blickte ich auf eine dunkelrote Pfütze hinab.
00:26:48: Und als sich den Fuß hob, zog das Zeug zähä Fäden wie Honig!
00:26:56: Ich sah mich um – doch weder in der Wand noch in der Decke konnte ich ein Loch erkennen aus welchem die Masse ausgetreten sein konnte.
00:27:07: Äh... Igitt?
00:27:09: Ist das von einer Ratte oder so
00:27:11: was?!
00:27:12: Den Stuhl an Ort und Stelle stehen lassend ging ich in die Küche, um einen Lappen zu holen mit dem ich diese Sauerei wegwischen konnte.
00:27:22: Keine Ahnung, was das war!
00:27:24: Aber als der feuchte Stoff die Substanz berührte stieg mir augenblicklich der metallische Duft von Blut in die Nase.
00:27:34: eine Gänsehaut stellte jedes meine Haare auf nicht nur wegen des Geruchs und Ekels sondern wegen etwas dass sich in dem roten Schleim fand.
00:27:49: Was sich zuerst für einen Stein hielt entpuppte sich bei genauerer Betrachtung als ein kleiner Käfer aus Holz, einer jener Käfer die sich auch auf dem Stuck meiner Möbel befanden.
00:28:10: Wie zum Teufel bist du denn bitte hier gelandet?
00:28:15: Ich beschloss die Sache erst einmal auf sich beruhen zu lassen und wie es häufig der Fall ist wenn man sich etwas nicht erklären kann begann mein Verstand eine ganz eigene Erklärung zusammenzuspennen.
00:28:29: vermutlich war das rote Zeug wirklich die Hinterlassenschaft irgendeines Tieres.
00:28:36: Und was den Käfer betraf, so musste ich diesen versehentlich von einem der Möbel abgebrochen haben.
00:28:43: Wobei er sich im Stoff meiner Hose verfing und dann abfiel.
00:28:48: Zugegeben – Ich selber glaubte auch kaum an diese Erklärung.
00:28:54: Aber was sollte denn sonst passiert sein?
00:28:58: Der restliche Abend war nicht so unbeschwert wie sonst!
00:29:02: Um ehrlich zu sein hatte ich die ganze Zeit ein unglaubliches Gefühl der Beklemmung.
00:29:08: Dieses Gefühl als wenn du in einem See schwimmst und dir plötzlich bewusst wird, dass du keine Ahnung hast was eigentlich unter dir lauert.
00:29:21: Bis zum nächsten Morgen blieb dieses unwohle Gefühl wie ein Schatten in den Räumen hängen – und machte mir nicht nur das Einschlafen schwer!
00:29:29: In meinen Träumen verfolgten mich Millionen kleiner Insekten.
00:29:36: Sie huschten über meine Haut und durch meine Haare.
00:29:40: Einige bissen sich fest und saugten Blut oder Drang mit ihrem ganzen Körper in die frischen Wunden ein.
00:29:49: Als ich dann im Schein der ersten Sonnenstrahlen aufwachte, war das gesamte Bett nass vorschweiß.
00:29:57: Verdammt!
00:29:58: Das musste die schlimmste Nacht meines Lebens gewesen sein.
00:30:02: Ich schwöre bei Gott, dass sich diese Tür nie wieder einfach so öffnen werde.
00:30:11: In den nächsten Wochen bemerkte ich wie die Atmosphäre dieses Hauses mich mehr und mehr an ihren Band zog – seit dem Einzug hatte ich das Haus nicht länger verlassen, als es nötig gewesen wäre.
00:30:28: Meine Familie war zur Einweihung gekommen und bislang hatte ich noch Urlaub gehabt oder im Homeoffice arbeiten können doch heute war das nicht möglich.
00:30:41: in der Firma standen Termine an welche meine Anwesenheit erforderten Und mein Chef ließ durchscheinen dass meine Abwesen hat sich durchaus negativ auf meinen Gehalt auswirken könnte.
00:30:53: hätte Ich mein Gehalt wegen des Hauskaufs nicht so nötige Hätte ich ihm am liebsten gesagt, dass er sich... naja ihr versteht was ich meine.
00:31:05: Nie zuvor habe ich mich auf der Arbeit so elend gefühlt.
00:31:10: Seit ich dieses Glück in meinem Haus kennengelernt habe fühlt sich die ganze Welt außerhalb dieser Mauern!
00:31:19: So grau und trostlos an.
00:31:24: Jede einzelne Minute zieht sich zu einer kleinen Ewigkeit Und wie ein Junkie warte ich nur darauf mir den nächsten Schuss setzen zu können indem ich wieder nach Hause komme.
00:31:36: Selbst die Besuche bei meinen Eltern habe ich auf ein Minimum beschränkt, und wisst ihr was?
00:31:43: Ich bereue es keine Sekunde lang!
00:31:46: Sogar die Sehnsucht nach meiner Familie vermag dieses Gebäude in Freude zu verwandeln.
00:31:53: Es fühlt sich an als wäre die Luft draußen mit Säure verpestet Die jeden Funken Glück verätzt Und unter Tonnen von Unglück verschüttet.
00:32:06: Doch hier ist eine sichere Insel auf der all dieses Glück Zuflucht gesucht hat.
00:32:14: Gott lob, dass es das Internet gibt!
00:32:18: So kann ich in meinem sicheren Heim bleiben und muss noch nicht einmal für die Einkäufe raus.
00:32:24: Inzwischen kann ich nicht mal mehr sagen wann ich zuletzt außerhalb meiner vier Wände war oder auch nur ein Fenster geöffnet habe.
00:32:34: Der Anblick meiner Wende erfüllt mich mit unendlich mehr Freude als ein Blick in den umliegenden Wald – und die abgestandene Raumluft.
00:32:45: Er scheint mir so viel frischer als jene vor meiner Haustür.
00:32:50: Wenn alles Glück der Erde sich hier versammelt hat, was hat die Welt da draußen mir dann noch zu bieten?
00:33:01: Ein Geräusch riss mich in der folgenden Nacht aus dem erholsamen Schlaf und noch halb benebelt griff ich nach meinem summenden Handy auf dem Nachttisch, auf dem die Uhrzeit von zwei Uhr morgens leuchtete.
00:33:14: Sofort erkannte ich die Nummer-und das Foto auf dem Display – und nahm den Anruf meines kleinen Bruders
00:33:21: entgegen.".
00:33:24: Hey André, hast du eigentlich eine Ahnung wie spät es ist?
00:33:28: Was ist
00:33:29: los?!
00:33:32: Leiter sich dich um diese Uhrzeit anrufe aber ich wusste nicht genau wie ich das am besten bei dir ansprechen soll.
00:33:39: Und da morgen oder beziehungsweise heute ohnehin Papas Geburtstag ist wollte ich vorher mit Dir sprechen!
00:33:48: Was zum Geier redete Andre dafür einen Quatsch?
00:33:52: Unser Vater hatte erst im Oktober Geburtstag und jetzt war gerade mal Ende Mai.
00:33:59: Vielleicht war ich einfach noch zu müde und verstand ihn falsch.
00:34:05: Meinst du nicht, dass du dich im Monat vertan hast?
00:34:09: Wir haben doch erst vor ein paar Tagen Muttersgeburtstag gefeiert... ...und der ist wie du wissen solltest, im Mai!
00:34:17: Aus dem Hörer drang für einige Sekunden nur Stille.
00:34:21: Und ich dachte schon die Verbindung wäre weg, bevor mein Bruder sich meldete.
00:34:27: Ist du das?
00:34:30: Es war vor beinahe sechs Monaten.
00:34:33: Was?!
00:34:35: Mit einem Schlag war ich hellwach.
00:34:37: Was soll das heißen?
00:34:39: Willst du mich verarschen?
00:34:41: Das konnte unmöglich wahr sein.
00:34:44: Ich wusste doch ganz genau, wie wir erst kürzlich gefeiert hatten und danach... Danach wenn ich jetzt so darüber nachdachte viel mir nicht mehr ein was ich danach gemacht hatte.
00:35:01: alles erschien verschwommen Und unpräzise So wie man sich an einen Traum erinnert.
00:35:11: über wollte auch mit der uns schon seit einem halben Jahr nicht merken.
00:35:19: Was war hier los?
00:35:38: Ich konnte mich weder daran erinnern, wann ich zuletzt mit irgendwem telefoniert habe noch wenn ich wem geschrieben haben soll.
00:35:47: Hör mal André!
00:35:49: Ich weiß gerade wirklich nicht.
00:35:53: Ein leises Poltern drang an mein Ohr und ließ mich stocken.
00:36:02: Warte mal kurz!
00:36:03: Ich glaube, ich habe da was von unten gehört.
00:36:07: Nach wenigen Augenblicken ertönte wieder ein leises poltern nur grade so hörbar.
00:36:16: wäre ich nicht wach gewesen hätte ich davon ansonsten bestimmt nichts mitbekommen glaubst du?
00:36:25: Ich bin mir nicht ganz sicher aber falls da jemand ist kann der Wasser leben.
00:36:31: Ich ruft dich gleich zurück, ich beendete das Telefonat und schlich auf zehn Spitzen aus meinem Schlafzimmer.
00:36:45: Der Flur war leer und auch währenddich langsam die Treppe ins Erdgeschoss hinabstieg blieb es still.
00:36:54: Kaltes Mondlicht erhältte die Räume weshalb ich das Oberlicht ausließ.
00:37:01: ein erneutes Poltern ließ mich zusammenzucken Und erst jetzt bemerkte ich was das Gespräch mit meinem Bruder und dass Adrenalin mich bislang nicht spüren ließen.
00:37:15: Ich hatte Angst.
00:37:18: Zum ersten Mal, seit ich in diesem Haus lebte, hatte ich Angst!
00:37:25: Es kostete mich meine gesamte Willenskraft, um nicht wie eine Salzsäule an Ort und Stelle stehen zu bleiben.
00:37:34: Mit zitternden Knien ging ich in die Küche und zog ein langes Messer aus dem Messerblock.
00:37:41: So du Arschloch?
00:37:44: Wo bist Du?
00:37:47: Wie?
00:37:47: als Antwort ertönte ein weiteres Poltern aus der Richtung der Kellertür.
00:37:54: das Messer festum klammert schlich ich durch den Raum und ergriff die.
00:38:02: Vom Vollmund beschiedene Tür klingte, erst in dem Moment als sich die Tür schon aufriss, bemerkte ich das Ferien der Raupa am Griff – und Mr.
00:38:15: Greeds Warnung blitzte in meinen Erinnerungen auf.
00:38:20: Bei Vollmond ist der Keller tabu, ein feuerrotes Lichtdrang aus dem Keller nach oben, und statt des Polterns erhob sich einen Klicken wie von altem Laub, welches der Wind über die Straße schiebt.
00:38:42: Meine innere Stimme schrie mich an.
00:38:45: Lauf!
00:38:46: Hau ab!
00:38:47: Renn weg!
00:38:50: Doch da war noch etwas anderes – etwas, das mich trotz aller Angst und innerer Alarmglocken nach unten zog, und dem ich nicht erwehren konnte.
00:39:04: Wie eine Marionette, welche ein grausamer Puppenspieler in ihr verderben schickt, ging ich die Kellertreppe
00:39:11: hinab.".
00:39:13: und er starte Augenblicklich an ihrem Ende.
00:39:18: Der Boden, die Wände – überall wuselten Käfer und Spinnen umher oder erhalten sich im selben dunkelroten Schleim in welchen ich damals getreten war und der weite Teile des Raumes bedeckte.
00:39:38: Einzig eine einzige Stelle war frei von Ungeziefer.
00:39:43: Inmitten der fünf Säulen erblickte ich eine dunkel gekleidete Gestalt Ihren Rücken mir zugewandt Und auf dem Boden sitzend.
00:39:57: Um sie bildeten die glänzenden Insekten leider einen Kreis und ... Scheiße, würde ich es nicht besser wissen!
00:40:09: Würde ich sagen ….
00:40:11: Sie tanzten.
00:40:14: Ungelenk und zuckend standen sie auf ihren Hinterbeinen.
00:40:18: Wankten hin und her – während ihre Zangen und Scheren ein unnatürliches Loblied klick
00:40:25: hatten.".
00:40:28: Teufel ist hier los.
00:40:31: Es war Ungewollt über meine Lippen gekommen Doch das war nun egal.
00:40:37: Die Gestalt am Boden erhob sich langsam und streckte ihre Arme weit aus, Augenblicklich erstaben alle Geräusche – und die Insekten rückten auseinander so dass ein Weg zwischen mir und dem Unbekannten frei wurde.
00:40:57: Langsam drehte er sich um und ich erkannte einen hageren Mann mit schwarzen Haaren und in schwarzem Mantel.
00:41:09: ein dünner Rennsaal Dunkelroten Schleimsfloss aus seinem Mund.
00:41:16: Lächelend verbeugte er sich mit ausschweifender Geste.
00:41:21: Genau das ist die Antwort, mein Freund!
00:41:25: Wenn ich mich vorstellen darf?
00:41:28: Ich bin der Herr der Fliegen Der König der Fallerei und Überbringer der Plagen.
00:41:35: Du darfst mich aber gerne Belsibub nennen.
00:41:41: Meine zitternden Finger konnten das Messer nun nicht länger halten Welches klirrend auf den Boden fiel.
00:41:50: Dass ich noch halbwegs klar denken, Geschweige denn sprechen konnte, erschien mir wie ein Wunder!
00:41:58: Du?
00:41:59: Du bist also der Teufel?
00:42:03: Lucifer?
00:42:04: Das... das Böse und so
00:42:06: weiter?!
00:42:08: Ah nein… Das ist ein ganz anderer Teufl Aber ich werfe es dir nicht vor.
00:42:15: Schließlich reden alle immer nur über meinen Boss Lucifer, der Rebell und Lichtbringer.
00:42:23: Der Herrscher über die Hölle und und
00:42:25: und.".
00:42:28: Mit ausladenden Gesten kam er...der Teufel auf mich zu ...und ich war nicht fähig auch nur einen Finger zu rühren.
00:42:39: "-Das mag ja alles sein!
00:42:41: Aber ich habe auch viel zu bieten.
00:42:43: Was glaubst du wer damals die Heuschrecken- und Stechmücken nach Ägypten geschickt
00:42:48: hat?".
00:42:49: Denkst du, Lucifer oder gar die ganz oberste Etage würde sich mit so etwas abgeben?
00:42:56: Ach nein.
00:42:57: Solche Anfragen landen am Ende immer bei mir!
00:43:01: Nicht dass man Asmodeus- oder Marmonn noch bei wichtigen Projekten stört – aber mit Beisebub kann man es ja machen!
00:43:11: Wäre die Situation eine andere gewesen... hätte ich diesen Mann wohl für einen überarbeiteten Arbeiter gehalten der mal wieder einen Urlaub nötig hatte.
00:43:23: Ich beschloss auf ihn einzugehen.
00:43:26: Vielleicht ergab sich ja eine Gelegenheit zur Flucht... Was meinst du denn mit anderer Teufel?
00:43:35: Wie viele von euch gibt es denn?
00:43:37: Das kommt ganz darauf an, wen du fragst!
00:43:41: Also den Teufl, den Big Boss, gibt es nur einmal.
00:43:46: Lucifer eben.
00:43:48: Danach kommen noch sechs weitere.
00:43:51: Ich, Bellfigur, Asmodeus und so weiter quasi einer pro Totsünde.
00:43:58: Dann gibt es noch diverse Prinzen, Präsidenten und Ritter!
00:44:02: Man kann von einem einzigen Teufel ja auch schlecht verlangen sich um jeden einzelnen Menschen persönlich zu kümmern.
00:44:09: Du kannst dir nicht vorstellen was das manchmal bedeutet.
00:44:13: Bürokratie ist wirklich die Hölle.
00:44:19: Als damals Gingis Khan gestorben ist wollte wirklich jeder ein Stück vom Kuchen haben.
00:44:26: Das war vielleicht eine Prozedur.
00:44:30: In keinem Fall wollte ich das Gespräch enden lassen, in diesem Fall wusste nämlich wirklich nur der Teufel was passieren würde sollte er auf falsche Gedanken kommen.
00:44:43: daher fragte ich einfach das erstbeste dass mir in den Sinn kam Ah...das klingt ja interessant.
00:44:52: und ...was machst du hier?
00:44:56: Was für eine selten blöde Frage!
00:45:00: Wieso hatte ich gerade so etwas Dämliches gefragt?
00:45:04: Doch meinem Gegenüber schien die Frage zu gefallen, denn er klatscht der Erfreut in die Hände.
00:45:14: Ah, endlich fragt mal einer!
00:45:18: Die meisten anderen schreien nur versuchen wegzurennen oder sind stocksteif vor Angst.
00:45:26: Mein Freund... Du gefällst mir?
00:45:32: Ich wusste noch nicht ob das jetzt gut sein sollte ...oder nicht.
00:45:38: Also Dieses Haus ist meine eigene Erfindung und sozusagen meine Speisekammer.
00:45:48: Bestimmt ist dir schon aufgefallen, dass man sich in diesem schnuckeligen Häuschen so geborgen fühlt wie ein Abrahamsschoß – und das hat auch seinen Grund!
00:45:59: Wir Dämonen ernähren uns vom Glück der Menschen….
00:46:03: Und da ich als König der Völlerei ein ganz besonderer Feinschmecker bin... esse ich am liebsten so frisch wie es geht.
00:46:13: Darum habe ich meine Diener überall verteilt, sie sitzen bewegungslos aber nicht tatenlos in jedem Raum an jedem Möbel und an jeder Tür klingte um alles Unglück aufzusaugen bevor er von ihrem Opfer verbraucht wird.
00:46:34: nur reines Glück bleibt übrig.
00:46:37: Dann bringen sie ihre Ausbeute hierher und formen daraus den Blut Honig.
00:46:47: Blut honig?
00:46:49: Das musste also dieses klebrige Zeug gewesen sein, in das ich getreten war!
00:46:55: Aber warum lag dort eines dieser Insekten rum?
00:47:01: Darum hat mein Diener dir doch auch gesagt dass du anklopfen sollst bevor du den Keller betrittest.
00:47:07: Sonst haben meine kleinen Honig-Sammler nicht genug Zeit den Honig zu verstecken und sich selber in Sicherheit zu bringen.
00:47:16: Ähm, warte mal….
00:47:18: Aus Reflex hob ich den Finger in die Luft wie in der Schule – und Belsibub schien ebenso irritiert zu sein wie ich!
00:47:27: Ähm … ja?
00:47:31: Ohne diesen Plan jetzt infrage stellen zu wollen aber warum lässt du das die Käfer nicht in der Nacht machen wenn ich
00:47:38: schlafe?!
00:47:40: Ist die Gefahr, dass ich sie sehe oder störe nicht ziemlich groß?
00:47:46: Er sah mich an wie ein Kleinkind das fragte warum Steine nicht fliegen können.
00:47:53: Weißt du wenn Du bereits seit ein paar Jahrtausenden existierst wird es schnell langweilig immer auf Nummer sicher zu gehen.
00:48:03: Ein wenig Spannung macht das anschließende Fest mal noch viel schmackhafter und zudem bemerken meine Opfer ohnehin sehr bald nichts mehr in ihrem Umfeld.
00:48:16: Für den menschlichen Geist ist reines Glück, wie Alkohol!
00:48:21: Schon nach kurzer Zeit seid ihr wie im Rausch.
00:48:25: Ihr tut noch das was ihr sonst tut schreibt mit der Familie telefoniert nehmt Nahrung auf aber daran erinnern könnt ihr euch nicht Und das Beste isst dass ihr mit diesem Zustand vollkommen zufrieden seid.
00:48:46: Was heißt Zufrieden?
00:48:48: Ihr werdet geradezu süchtig und tut alles, um in meiner Nähe zu
00:48:52: bleiben.".
00:48:55: Darum hatte ich also keine Ahnung mehr das sich mit meinem Bruder geschrieben hatte – und wusste auch nicht welcher Monat es ist!
00:49:04: Dieser Dämon war wie eine Bienenkönigen die ihre Arbeiter mit pheromonen gefügig macht und für sich arbeiten lässt.
00:49:17: Er war eine Spinne in einem Netz, aus dem ihre Beute gar nicht ausbrechen wollte.
00:49:25: Aber das kann doch gar nichts sein!
00:49:28: Würde das Stimmen müsste ich jetzt auch glücklich sein?
00:49:32: Und als ich damals dein Ungeziefer gestört habe, war ich auch nicht glücklich.
00:49:38: Über Belsebub's Gesicht legte sich ein Schatten.
00:49:42: Vielleicht war ich mit dieser Aussage ja doch einen Schritt zu weit gegangen... Ich schickte ein schnelles Stoßgebiet zum Himmel.
00:49:52: Mein Freund du kannst mir eines glauben Um an diesem Ort den obersten Chef zu erreichen, brauchst du deutlich mehr als so ein halbherziges stilles Gebet.
00:50:05: Ich erschauerte.
00:50:07: Woher konnte er das wissen?
00:50:10: Andererseits war er ein Teufel – da hatte man für solche Dinge vermutlich einen sechsten Sinn.
00:50:18: Aber Du hast recht!
00:50:21: Als Du meine Diener gestört hast, waren sie erst einmal damit beschäftigt diese Sauerei in Ordnung zu bringen und jeden Krümel Unglück wieder aufzusammeln.
00:50:31: Darum konnten sie dir dein Ungluck eine Zeit lang nicht
00:50:34: abnehmen.".
00:50:36: Du warst gewissermaßen ein Junkie-aufkaltem Entzug – ziemlich unangenehm vermute ich!
00:50:43: Und was die heutige Nacht angeht?
00:50:46: Na ja, mein Diener sagte doch dass der Keller zu Vollmond tabu ist….
00:50:52: Dann kommen meine Diena hierher und servieren mir meine Mahlzeit Natürlich nicht, bevor sie dich nicht ins Reich der schönsten Träume geschickt haben.
00:51:02: Zu schade dass du trotzdem wach geworden bist!
00:51:06: Ich werde noch herausfinden müssen woran das lag.
00:51:10: Aber sei es drum Jetzt wo du von all dem hier weißt Werde ich dich wohl loswerden müssen damit du einem neuen Wirt Platz machen kannst.
00:51:21: Mit so viel Angst.
00:51:22: verunreinigtes Unglück mag für einen niederen Dämon ausreichen Aber ich verlange
00:51:28: Besseres.".
00:51:32: Durch die aufsteigende Furcht wurde mir übel.
00:51:36: Ich wollte mich nur noch umdrehen und davon rennen, da bemerkte ich dass die Insekten meine Beine inzwischen umklammert hatten... ...und sich aneinander festhielten.
00:51:50: Unbeweglich und starb wie ein Stein!
00:51:53: Umgaben sie meine Füße.
00:51:56: "-Bitte, ich will nicht
00:51:58: sterben!".
00:52:02: "-Sterben?
00:52:04: Wer hat denn hier etwas von Sterben
00:52:05: gesagt?"
00:52:07: Nein, ich lasse dich am Leben!
00:52:11: Ich werde dir ein Leben schenken das frei von jeder störende Emotion ist.
00:52:17: Keine Angst keine Reue kein Liebeskummer nur pures reines
00:52:25: Sein.".
00:52:29: Noch bevor ich alle Worte begriffen hatte fegte dass nun folgende jeden weiteren Gedanken bei Seite der Dämon veränderte seine Form Wie ein Hefeteig quoll der Leib auf, zog die Beine in sein Inneris und bekam eine gelblich weiße Farbe.
00:52:56: Die Arme überzog ein brauner Panzer während die einzelnen Finger zu Skorpionenscheren verwuchsen.
00:53:06: Der Kopf wurde breit Und borstiges schwarzes Haar begann zu wachsen Während Augen mit tausenden Pupillen wie Ballons aus dem Schädel ploppten und der Mund sich zu einem hervor schnellenden Rüssel verformte.
00:53:24: Innerhalb weniger Augenblicke stand eine abartige Mischung aus Made, Scorpion und Fliege vor mir und führte ihren Rüssel mit grausamer Geduld auf meinen Mund zu – all mein Flehen und Schreien half nichts als der Nasse kalte Schlund sich auf meinen Mond legte und begann mir die Luft aus den Lungen zu saugen.
00:53:55: Doch mit jedem Kubik-Millimeter Luft floss auch jede Emotion aus mir.
00:54:02: Ich spürte weder Angst, noch Hass oder Glück – alles was ich empfand war reinste Dankbarkeit für dieses Erlebnis.
00:54:16: Belzebub war kein Teufel!
00:54:21: Er war ….
00:54:22: nein… er ist ein wohlwollender Gott der seine Jünger nur mit Glück überschüttet Und alles Unglück von ihnen abhält.
00:54:37: Die ganze Welt musste dieses Glück, diese Dankbarkeit erfahren!
00:54:44: Belsibubs Mund löste sich von meinem und langsam kehrt er zu seiner menschlichen Gestalt zurück.
00:54:56: Bitte verzei die Unannehmlichkeiten.
00:54:59: Es ist zwar am Anfang nicht besonders angenehm aber jetzt solltest du dich eigentlich besser fühlen.
00:55:09: Kein Wort verließ meine Lippen.
00:55:12: Ein Wurm wie ich War es nicht wert, in der Gegenwart eines solchen Wohltätters ungefragt zu sprechen?
00:55:21: Tja... Eigentlich schade.
00:55:25: Dein Unglück war seit langer Zeit das Erste an welchem ich wirklich nichts auszusetzen hatte!
00:55:32: Ich frage mich von wo ich jetzt wohl erneut einen solchen Gaumen-Schmeichler bekommen soll.
00:55:41: Mein?!
00:55:43: Wie sollte ich ihn nennen?
00:55:45: Herr König Meister?
00:55:51: War ich es überhaupt wert ihn anzusprechen?
00:55:54: Nein, bestimmt nicht.
00:55:56: Aber ich konnte ihm helfen!
00:55:59: Da ging das wohl in Ordnung... aber mit welchem Titel...?
00:56:04: Was überlegte ich
00:56:05: da?!
00:56:06: Es gab nur einen Titel der ihm würdig war.
00:56:10: Mein... mein
00:56:11: Gott!...
00:56:13: Wenn ihr es mir erlaubt zu helfen!
00:56:16: Ich habe ein Bruder!
00:56:18: Er hat mich überhaupt erst geweckt!
00:56:21: Da wäre es doch nur gerecht, wenn er meinen Platz als euer Wirt einnehmen würde.
00:56:26: Sofern ihr ihm diese Ehre zuteil werden lassen möchtet.
00:56:31: Ah!
00:56:32: Das klingt ja absolut hervorragend!
00:56:37: Worauf wartest du dann noch?
00:56:39: Hol ihn so schnell wie möglich hierher und vergiss nicht... Diese Begegnung bleibt unter uns Ohne auch nur eine Sekunde vergehen zu lassen, rantte ich los.
00:56:55: Die Insekten hatten zwischenzeitlich wohl von mir abgelassen – in jedem Fall!
00:57:01: Waren meine Füße nun frei.
00:57:05: So schnell wie möglich rannte ich zurück nach oben, griff mein Handy vom Bett und wählte Andres' Nummer.
00:57:15: Es klingelte nur einmal bevor er abnahm.
00:57:17: — Beruhig dich, Andre.
00:57:27: Es ist alles gut … wirklich alles….
00:57:33: aber sag mal ... hättest du nicht Lust?
00:57:38: Auf ein eigenes Haus?
00:58:00: Hat dir diese Geschichte gefallen?
00:58:03: Dann lasst dem Podcast gern einen Follow, eine Bewertung und einen Kommentar da.
00:58:09: Das hilft uns noch mehr große Freunde zu erreichen!
00:58:13: Und wenn du nicht genug von unheimlichen Stories bekommst, hör unbedingt auch mal in meinen zweiten Podcast aus purer Angst rein – dort spekulieren wir alle zwei Wochen darüber warum die präsentierten Geschichten wahr sein könnten oder eben nicht….
00:58:32: Alle Links dazu findest du wie immer in den Show Notes.
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