#179 - 5 JAHRE Midnightstories - Das Goldene Buch
Shownotes
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---CREDITS---
Zargota - Dr. Zargota
Julius - Johnny Müller
Dirigent - Bojan Havic
Teufelsgeiger - Nikolai Terminante
Mikey - Nikolai Terminante
Miss Bamer - Katja Keßler
Noah - Tim Nippert
🎶 Musik:
Instagram - l.maximilian_
Lizensiert unter Creative Commons 4.0
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
https://soundcloud.com/darknessprevailspodcast
Ghost by - Tim Beek
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Transkript anzeigen
00:00:00: Da sind wir nun.
00:00:02: Fünf Jahre Midnight Stories!
00:00:06: Mir fehlen ein bisschen die Worte, das alles in einem Vorwort vor dieser Special-Folge zu verpacken.
00:00:11: Deswegen versuche ich mich irgendwie mit unnötigem Gelaber zurückzuhalten und das Ganze hier schön knackig über die Bühne zu bringen.
00:00:19: Vor fünf Jahren habe ich diesen Podcast gestartet und wusste nie wo die Reise damit hingeht und wie lange ich das hier machen werde.
00:00:27: Eigentlich habe ich das Ganze damals nur angefangen, um irgendwie beim Sprechen in der Übung zu bleiben.
00:00:32: Damit ich wenn nicht mal eine längere Zeit im Synchronstudio nichts zu tun hab trotzdem irgendetwas machen kann.
00:00:38: Und daraus ist dann dieser Podcast entstanden.
00:00:42: Am Anfang muss sich zugeben war das alles irgendwie noch ein bisschen wischivashi Mal hier einen Upload, mal da ein Uploade, mal ne längere Pause und wieder ganz viel auf einmal.
00:00:53: Aus dem Grund habe ich mir damals auch gedacht, dass der Podcast ein Rebranding braucht.
00:00:57: Und das kam dann im Jahr und war ganz bestimmt nicht, weil ich mit den alten Folgen so unzufrieden war.
00:01:05: Seitdem kommen regelmäßig Folgen online und alles hat seinen geregelten Ablauf.
00:01:11: Es ist wirklich verrückt wie groß dieser Podcast geworden ist!
00:01:15: Jede Woche kommen hier inzwischen tausende Leute zusammen die sich anhören, wie ich Gruselgeschichten vorlese.
00:01:21: Verrückt oder?
00:01:24: Ich bin damals gestartet mit einem kleinen Rode NT-USB Mikrofon an meinem Schreibtisch und inzwischen bin ich an einem richtigen Studio mit professionellem Equipment.
00:01:33: Und ich sitze hier jede Woche in meinem kleinen aber feinen Studio und nehme Geschichten für euch auf!
00:01:40: Auch jetzt, wo ich das hier aufnehme, bin ich immer noch fasziniert davon wie weit dieses einst kleine Projekt gekommen ist.
00:01:47: Für jeden von euch, der abends nicht einschlafen kann und sich denkt, dass eine Midnight-Story da helfen könnte.
00:01:55: Für jeden vom euch, wer kommentiert, bewertet, teilt... für jeden von Euch, der mir nette Nachrichten auf Instagram schreibt oder mir sonst wie sagt, wie toll er diese Geschichten findet?
00:02:05: Das alles bedeutet mir wirklich sehr viel und ich freue mich jedes Mal darüber!
00:02:09: Schreibt gerne mal in die Kommentare welche Geschichte von denen inzwischen hunderten euch am meisten bewegt, geguselt oder sonst wie beschäftigt hat.
00:02:17: Ich bin wirklich gespannt auf eure Nachrichten.
00:02:20: Und bevor es gleich mit einer ganz besonderen Folge losgeht, möchte ich noch ein paar Dinge ansprechen die mir noch wichtig sind zu erwähnen.
00:02:29: Diese Geschichte, die ihr gleich hört habe ich selbst geschrieben.
00:02:33: Die meisten Geschichten sind ja nicht von mir sondern von wundervollen Autoren und Autorinnen.
00:02:38: Mein Talent liegt eher im Sprechen als im Schreiben.
00:02:42: An dieser Folge saß sich dementsprechend sehr lange.
00:02:46: Ich habe mich nicht lumpen lassen und wundervolle Sprecherinnen zu mir ins Studio eingeladen, die mir die ein oder andere Rolle in dieser Geschichte eingesprochen haben.
00:02:55: Also vielen Dank an alle, die an diesem Projekt beteiligt waren und sich die Mühe gemacht haben hierherzukommen und dabei zu sein!
00:03:02: Das Ergebnis ist wirklich super geworden.
00:03:06: Und eine klitzekleine Sache gibt es dann noch, wofür ich die Hilfe von jedem von euch da draußen brauche.
00:03:11: Ich habe ja noch einen zweiten Horror-Podcast zusammen mit meinem guten Freund und Synchronsprecher Kollegen Nikolai, für alle die es noch nicht mitbekommen haben.
00:03:20: Wir hören uns da seit neuestem CreepyPastas und Horrorgeschichten an und sprechen dann darüber!
00:03:25: Ich glaube, die neusten zehn Folgen müssten es ungefähr sein... Es ist dort drüben also quasi fast genauso wie in diesem Podcast hier – nur dass wir zudem auch noch über diese grusel Geschichten sprechen, philosophieren und manchmal schwurbeln….
00:03:41: Also da entstehen echt interessante, unheimliche und auch lustige Momente.
00:03:46: Und mein großes Ziel ist es ja irgendwann von diesen Podcasts mal leben zu können!
00:03:51: Das ist heutzutage aber gar nicht mal so leicht bei der großen Konkurrenz an Influencern die alle was zu sagen haben und einen Podcast brauchen... ...und genau deshalb habe ich einen kleinen Geburtstagswunsch an euch!
00:04:04: Schaut bei dieser Folge in die Beschreibung und klickt auf einen der Links, die zu unserem Podcast aus purer Angst führen.
00:04:11: Wenn ihr dann dort seid, lasst es Bewertungen voll aus und Kommentare regnen.
00:04:16: Hört euch die Folgen an als gäbe ist kein Morgen!
00:04:19: Denn genau sowas zeigt dem Algorithmus das es sich lohnt diesen Podcast auszuspielen.
00:04:25: Wir können da als kleine Community tatsächlich einiges bewirken Und ich weiß ihr wollt eigentlich viel lieber die Geschichte hören die hier nach kommt Aber es sind wirklich nur ein paar Klicks und ihr seid ja sowieso am Handy oder PC.
00:04:39: Es würde mir auf jeden Fall unfassbar viel bedeuten, wirklich jeden von euch drüben zu sehen.
00:04:45: Und außerdem hat Midnight Stories Geburtstag und Geburtstagskinder dürfen sich ja was wünschen.
00:04:51: Aber jetzt will ich auch nicht länger von dem abhalten weshalb ihr eigentlich hier seid.
00:04:57: Schließlich wartet da noch eine ganz besondere Geschichte auf euch.
00:05:01: Viel Spaß mit dem goldenen Buch.
00:05:23: Ich hätte dieses Buch niemals kaufen sollen.
00:05:27: Vielleicht wäre ich dann nicht in dieser schrecklichen Situation und würde mit jedem Mal, wenn eine neue Geschichte kommt etwas noch Schlimmeres durchleben.
00:05:37: Aber fangen wir ganz am Anfang an!
00:05:39: Mein Name ist Justin.
00:05:42: Ich bin sechsundzwanzig Jahre alt und habe seit fünf Jahren einen Horror-Podcast.
00:05:47: Angefangen ist das Ganze als ein kleines Hobby aber mit der Zeit kamen immer mehr Hörer und Hörerin dazu Und das Projekt wurde immer größer.
00:06:00: Nach nun fünf Jahren musste ich mir eingestehen, dass mir die Geschichten ausgegangen sind.
00:06:07: Ich meine da draußen gibt es unendlich viele Geschichten aber eben nicht unendliche gute Geschichten.
00:06:15: Ich war verzweifelt!
00:06:17: Jede Woche musste eine neue Horror Story online kommen.
00:06:21: das Problem war...ich hatte nur noch zwei Geschichten auf Vorrat.
00:06:27: von irgendwoher musste ich neues Material bekommen.
00:06:32: Aber wie das Schicksal es wollte fand ich zufällig an einem Montagabend diesen alten versteckten Buchladen in einer verwinkelten Seitenstraße in Hamburg.
00:06:45: Zargotas besondere Bücher, komischer Name für einen so altwirkenden Laden.
00:06:52: aber ich dachte mir was soll schon passieren?
00:06:56: Ein Versuch ist es wert vorausgesetzt der Laden hat noch auf dem Schild stand jedenfalls geöffnet.
00:07:05: also ging ich hinein.
00:07:07: Mir kam direkt ein alter staubiger Geruch entgegen, als hätte hier seit Jahren niemand mehr sauber gemacht.
00:07:16: Ich sah mich um, Strom schien es nicht zu geben, denn die einzigen Lichtquellen waren vereinzelte Kerzen, die hier und da in Kerzenhalter an den Wänden gesteckt worden waren.
00:07:28: Es war ein kleiner Laden vielleicht so groß wie ... Ein durchschnittliches Wohnzimmer?
00:07:35: Ein paar Bücherregale an den wänden Einige Tische, auf denen extrem viel Zeug zum Lesen gestapelt worden war und ein schmaler Gang der direkt zu einem kleinen Dresen führte.
00:07:47: Ich ging langsam auf den Dresenn zu – erst sah ich niemandem!
00:07:53: Doch dann luscherte ein kleiner alter Mann über die Dresenkante.
00:08:00: Als Erstes sah ich seinen kahlen Kopf zusammen mit einem grauen verwuschelten Haarkranz.
00:08:07: Danach kam eine dicke eckige Brille mit viel zu großen Gläsern zum Vorschein Und schließlich sein restlicher Kopf.
00:08:18: Er war vielleicht ein Meter sechzig groß und er wirkte sehr beschäftigt, obwohl ich eindeutig der einzige Kunde im Laden war.
00:08:29: Als er mich dann bemerkte, leuchteten seine Augen auf als hätte gerade einen Superstar seinen Laden betreten.
00:08:36: Wahrscheinlich war ich sein einziger Kunde seit Tagen aber kein Wunder!
00:08:42: Dieses Geschäft war so versteckt dass man es ja nur mit Glück finden konnte.
00:08:48: Jedenfalls begann der Mann nun zu sprechen.
00:08:55: Herzlich willkommen in meinem kleinen bescheidenen Buchladen!
00:09:01: Mein Name ist Zargotah, wie kann ich dir weiterhelfen?
00:09:07: Hi... Ich bin gerade die Straße entlang gelaufen und hab zufällig diesen Laden hier gesehen.
00:09:15: Ich dachte, ich schau mich mal um.
00:09:18: Oh
00:09:18: mein kleines Geschäft findet man nicht einfach zufällig.
00:09:24: Du bist aus einem bestimmten Grund her!
00:09:29: Ähm, na ja...gesucht habe ich jetzt nicht danach aber ich bin tatsächlich auf der Suche nach etwas.
00:09:37: Ich brauche Ein Buch Ja
00:09:41: Aber anscheinend nicht
00:09:43: irgendein Buch.
00:09:45: Ansonsten wärst du nicht hier in meinem wundervollen Laden gelandet.
00:09:53: Das stimmt wohl... Ähm, ich hab einen Grusel-Podcast und bin auf der Suche nach neuen Ideen und Geschichten.
00:10:01: Das Internet habe ich schon durchforstet und meine Zuhörer brauchen einfach mehr!
00:10:06: Und ich meine damit nicht diese typischen Geschichten die schon jeder kennt.
00:10:11: Es muss etwas Neues und Besonderes sein.
00:10:17: Ich weiß zwar nicht, was ein Podcast sein soll.
00:10:21: Aber ich weiß genau, wovon Arthus urst.
00:10:24: Zufällig habe ich gerade ein neues Objekt reinbekommen!
00:10:29: Es
00:10:29: behebergt eine ganz besondere
00:10:33: Sammlung
00:10:34: und Horrorgeschichten aus aller Welt.
00:10:38: So wurde es mir jedenfalls gesagt...
00:10:42: So wurde's Ihnen gesagt?
00:10:44: Jaaa Öffnen
00:10:46: konnte ich das gute Stück noch nicht.
00:10:50: Es ist mit einem Siegel verschlossen und wenn man das Siegel bricht, nun ja dann kann man es eben nicht mehr so gut verkaufen!
00:11:02: Okay... Ich verstehe... Wo haben sie das Buch denn?
00:11:08: Kann ich jetzt mal
00:11:08: sehen?!
00:11:10: Aber natürlich!
00:11:11: Es ist gleich da vorne in der Vitrine
00:11:15: Eine Vitrine...?
00:11:17: Wo ist denn hier eine... Ich drehte mich um.
00:11:23: Und tatsächlich, da war eine Vitrine links vom Eingang!
00:11:29: Ich hätte schwören können dass sie vorher noch nicht dort war und dann sei ich das Buch im Inneren.
00:11:38: Es leuchtete in einem goldenen Ton und hatte ein seltsames Pentagramm auf dem Cover.
00:11:46: Außerdem schien es so als wäre vor langer Zeit mal Blut darauf ausgelaufen.
00:11:53: Ich weiß nicht.
00:11:55: Aber irgendwie... ...zog mich dieses Buch in seinen Bann!
00:12:01: Ich ging fast wie hypnotisiert auf es zu.
00:12:05: Mit jedem Schritt hörte ich seine Rufe nach mir klarer in meinem Kopf.
00:12:10: Ich wusste einfach, dass dieses Buch genau das war, wonach ich gesucht hatte.
00:12:16: Ich musste es haben um jeden Preis.
00:12:21: Im Nachhinein betrachtet war das die dümmste und schlechteste Entscheidung meines Lebens.
00:12:32: verlangte stolze fünfhundert Euro dafür und begründete es damit, dass es dieses Buch so kein zweites Mal auf der Welt geben würde.
00:12:41: In diesem Moment hätte er allerdings alles als Begründung sagen können.
00:12:46: Ich hatte es genommen.
00:12:48: Irgendetwas ging von diesem Buch aus – und ich musste einfach wissen was es damit auf sich hat!
00:12:56: Und wenn meine Zuhörer dadurch noch neue Geschichten bekommen würden… wäre das doch eine Win-Win Situation?
00:13:04: Also ging ich nun mit diesem Buch in meinem Rucksack nach Hause.
00:13:08: Auf dem Weg hatte ich das Gefühl, als würden mich alle Menschen skeptisch mustern!
00:13:16: Als wäre ich mit einem riesigen Schild unterwegs, worauf steht?
00:13:19: Ich habe eine Waffe und werde nicht zögern sie zu benutzen!
00:13:24: Naja... Nachdem ich es dann ohne große Probleme nachhause geschafft hatte, setzte ich mich sofort aufs Sofa und packte meinen frisch erworbenen Schatz aus.
00:13:35: Ich betrachtete das Buch.
00:13:38: Neben der goldenen Farbe, dem Pentagramm und dem Blutfleck fiel mir nun auch auf dass dort unten etwas stand.
00:13:49: Der Titel des Buches Midnight Stories.
00:13:54: was für ein bescheuerter Name.
00:13:57: Kurz kam ich mich verarscht vor.
00:14:00: Ich habe das Buch vor Ort nicht mal öffnen können.
00:14:03: Was ist wenn dieser Zargoter mich über den Tisch gezogen hat?
00:14:08: Wenn dieses Buch gar nicht so besondere Geschichten hat wie er behauptete?
00:14:14: Ich wurde nervös.
00:14:16: Wenn ich dieses Siegel jetzt öffnete, wäre mit Sicherheit die Garantie erloschen.
00:14:21: Selbst wenn der Inhalt des Buchs nicht das wäre was ich mir erhofft hatte... ...ich überlegte kurz!
00:14:29: Doch dann warf ich meine Zweifel beiseite und brach das Siegel Und dann geschah plötzlich etwas Seltsames.
00:14:38: Augenblicklich sprangen alle Sicherungen raus und meine ganze Wohnung war in Dunkelheit gehüllt.
00:14:45: Auch von draußen schien nun kein Licht mehr zu kommen.
00:14:48: einzig und allein der Mond schien noch durch mein Fenster hindurch.
00:14:53: Ich erinnere mich noch, dass ich es ziemlich seltsam fand das der gesamte Strom der Nachbarschaft gerade dann ausging als sich das Siegel brach.
00:15:03: aber Zufälle gibt es auf der Welt.
00:15:07: also lief ich schnell zum Sicherungskasten und begann die Sicherungen wieder rein zu drücken.
00:15:13: allerdings geschah nichts.
00:15:16: Die Wohnung blieb dunkel.
00:15:18: auch schien ist so Als wäre die Nachbarshaft weiterhin ohne Strom Generft ging ich wieder zurück.
00:15:28: Gerade als ich im Flur war, begann nicht ein Leuchten aus dem Wohnzimmer wahrzunehmen – es war schwach!
00:15:36: Aber eindeutig da….
00:15:39: Als sich näher kam, bemerkte ich dass es von diesem Buch ausgeht.
00:15:45: So was habe ich zuvor noch nie gesehen?
00:15:47: … Ein Buch das von alleine leuchtet?
00:15:51: Ich setzte mich auf mein Sofa und betrachtete es….
00:15:55: Es sah genau so aus... wie radioaktive Gegenstände in Animationsfilmen dargestellt werden.
00:16:02: Nur, dass es eben in Gold leuchtete und nicht in Grün!
00:16:08: Und nun kommen wir zu dem Moment wo alles bergab ging.
00:16:14: Ich öffnete das Buch.
00:16:17: In geschwungenen Buchstaben Stand dort auf der ersten Seite Die Symphonie des Todes.
00:16:28: Doch das Seltsame war Darunter stand nichts.
00:16:33: Die gesamte restliche Seite war leer.
00:16:37: Doch genau in dem Augenblick, indem ich es bemerkte und mir klar wurde dass ich wohl verarscht wurde, passierte es.
00:16:46: Das Buch begann immer heller zu leuchten so hell das ich nichts anderes mehr sehen konnte und meine Augen zusammen kneifen musste.
00:16:59: Und dann ganz plötzlich wurde alles dunkel.
00:17:09: Ich öffnete langsam meine Augen und begann wieder Umrisse zu erkennen.
00:17:14: Was zur Hölle war gerade passiert?
00:17:18: Und wo zum Teufel war ich?
00:17:21: Ja, was ist denn mit Ihnen los?
00:17:27: Ist Ihnen etwas über die Leber gelaufen?
00:17:29: Wo...wo bin
00:17:31: ich?!
00:17:32: Was ist passiert?
00:17:33: Geht es Ihnen gut.
00:17:35: Muss sich einen Arzt verständigen!
00:17:37: Ich ...ich ...was is das hier?
00:17:41: Wir sind in einem Konzertsaal, Sir.
00:17:44: Wir warten darauf den vielversprechendsten Geiger unserer Zeit zu hören
00:17:48: Den vielversprechendsten was?
00:17:50: Sie nennen ihn den Teufelsgeiger ein wirklich talentierter junger Mann.
00:17:54: Was mache ich hier?
00:17:56: Ich war doch gerade noch... Nun,
00:17:58: sie haben einen Smoking an und sitzen in der ersten Reihe.
00:18:01: Ich denke, sie sind genau dort wo sie sein müssen!
00:18:06: Das muss dein Traum sein.
00:18:08: Ja ja, ich bin wohl auf meinem Sofa eingeschlafen oder so
00:18:13: Und dass ihr ein Traum wäre, wäre ich sehr enttäuscht.
00:18:16: Der Eintritt für dieses Konzert war äußerst kostspielig!
00:18:20: Kostspielich?
00:18:22: Dieses verdammte Buch war kostspierlich... Ja,
00:18:26: da haben sie recht.
00:18:27: Bücher sind heutzutage tatsächlich nicht erschwinglich.
00:18:30: Oh, hören Sie
00:18:31: das?!
00:18:32: Es geht los!
00:18:34: Das sollten Sie auf keinen Fall verpassen!
00:18:38: Und damit ging der Vorhang auf.
00:18:42: Ein ganzes Orchester begann eine fröhliche Melodie zu spielen.
00:18:46: Wäre ich nicht so perplex gewesen, weil ich nicht wusste was ich hier zu suchen hatte hätte ich das Konzert sicher genossen.
00:18:56: Nachdem die Eröffnung sich dem Ende neigte betrat plötzlich ein junger Mann.
00:19:00: die Bühne war dass dieser Teufelsgeiger von dem der Mann gerade gesprochen hatte.
00:19:09: er begann zu spielen und plötzlich war Ich wie gebannt.
00:19:16: es klang unheimlich schrecklich uns zugleich fesselt.
00:19:24: Ich konnte mich nicht bewegen.
00:19:26: Alles, was es in dem Moment gab war diese unheimliche Melodie der Geige und dann spielte er den zweiten Satz an.
00:19:36: Die Musik wurde düsterer Und ich bemerkte wie mir langsam Blut aus der Nase lief und mir schwindelig wurde.
00:19:45: Mit dem dritten Satz war es nur noch eine Qual.
00:19:49: die Musik wurde schneller und brutaler.
00:19:52: die Menschen schrien vor Schmerzen.
00:19:55: Selbst der Geiger wirkte inzwischen so Als hätte er keine Kontrolle mehr darüber, was er tat.
00:20:02: Die Schmerzen wurden immer schlimmer.
00:20:04: Mit jedem Ton den erspielte, merkte ich wie mir das Leben aus dem Körper gezogen wurde.
00:20:12: Im vierten Satz dann stoppte die Musik kurz und setzte dann langsamer und noch unheimlicher wieder ein.
00:20:22: Inzwischen konnte ich hören, wie sich die Leute im Saal vor Schmerz krümmten – auch mir ging es ähnlich!
00:20:31: Der Dirigent, der eben noch vor Schmerzen am Boden lag, richtete sich plötzlich auf und begann mit gesenktem Kopf zu dirigieren.
00:20:40: Es wirkte so als sei er nur eine leere Hülle – Mit dem letzten Ton hob der Dirigent seine Arme Und schleuderte sie in einer Abwärtsbewegung wieder nach unten.
00:20:55: Alle Menschen die jetzt noch standen fielen auf der Stelle um.
00:20:59: Ich sagte auf meinem Sitz zusammen Anscheinend war ich nicht tot Aber ich konnte spüren dass alle anderen von dieser übernatürlichen Melodie getötet worden waren.
00:21:13: Der Dirigent hatte auch überlebt, aber etwas stimmte nicht mit ihm.
00:21:20: Auch der Geiger, der das Ganze überlebete, hockte nun voller Angst und Unglaube auf dem Boden – und schaute zum Dirigenten hoch.
00:21:31: Du hast mein Meisterwerk gespielt, die Symphonie des Todes.
00:21:50: Sie war der Grund warum ich erstochen wurde und durch sie kann ich immer wieder zurückkehren und meinen Meisterwerker
00:21:58: tönen lassen.
00:22:01: Warum?
00:22:02: Warum es der Musik ist!
00:22:06: Musik muss man spielen... ...und ich habe die unglaublichste Melida-Welt
00:22:12: geschaffen.
00:22:13: Sie besteht aus den Schreien des Publikums.
00:22:17: Sie MUST töten!
00:22:20: Noch einmal vielen Dank, dass du mir
00:22:23: geholfen hast.
00:22:25: Du Bastard...
00:22:27: Zur Belohnung werde ich dich für die Zukunft von meiner Symphonie schützen.
00:22:32: Nein!
00:22:33: Warte!
00:22:34: Was hast du?
00:22:43: Ist du sicher vor meinem wundervollen
00:22:46: Tönen?!
00:22:48: Aber Moment mal!
00:22:50: Da hat ja noch einer überlebt.
00:22:54: Ja wer bist du denn?
00:22:56: Eigentlich ist das ja auch egal.
00:22:59: Der blüht nun dasselbe Schicksal wie den anderen Menschen hier im Saal.
00:23:04: Ich wünsche dir eine gute Nacht, danke das du dir meiner Symphonie
00:23:09: angehört
00:23:10: hast.".
00:23:14: Mit diesen Worten hob der Dirigenz seine Hand und schwang sie in einer schwungvollen Bewegung wieder nach unten.
00:23:22: In diesem Moment hörte ich die gesamte Symphonies innerhalb weniger Sekunden in meinem Kopf – all den Schmerz, den ich vorher erlebt hatte!
00:23:34: Erlebte ich nun ein zweites Mal im Schnelldurchlauf und danach wurde alles schwarz.
00:23:50: Hey, du bist mach!
00:23:53: Wo bin ich?
00:23:54: Na hier!
00:23:55: Er hat das gesagt...
00:23:57: Ich?!
00:23:58: H-Ich sehe niemanden!
00:23:59: Oh doch direkt neben dir!
00:24:02: Huh?
00:24:02: Oh, Du kannst deinen
00:24:03: Kopf nicht bewegen.
00:24:05: Was ist hier los?
00:24:06: Oh und das habe ich mich damals auch gefragt Wer bist du?
00:24:10: Oh na ich eben Das beantwortet meine Frage nicht.
00:24:14: Oh
00:24:14: Ähm, mein Name ist Micky.
00:24:18: Okay... M-Micky?
00:24:21: Wo bist
00:24:22: du?!
00:24:22: Direkt neben dir!
00:24:24: Aber ich kann nichts erkennen!
00:24:25: Ah das liegt daran dass Du in die falsche Richtung schaust!
00:24:29: Ich kann meinen Kopf überhaupt nicht bewegen!
00:24:31: Ja, das geht nicht.
00:24:33: Wovon regest Du
00:24:34: überhaupt!?
00:24:35: Oh du stellst so viele
00:24:36: Fragen!
00:24:38: Natürlich
00:24:38: stelle ich viele Fragen.
00:24:40: vor fünf Minuten
00:24:40: war ich noch im Konzertsaal
00:24:42: und irgendein wahnsinniger Dirigent hat mich umgebracht.
00:24:44: Und jetzt rede ich mit einer Stimme von jemandem, den ich nicht sehen kann.
00:24:49: Und ich kann mich nicht bewegen!
00:24:51: Oh... Du kommst von der Musikgeschichte?
00:24:54: Von der
00:24:55: was?!
00:24:56: Na die mit dem Geiger!
00:24:58: Woher weißt du das?
00:24:59: Man hört die Schreie manchmal.
00:25:01: Was soll das überhaupt heißen?
00:25:03: Nicht so wichtig Doch Das ist ziemlich wichtig.
00:25:06: Wo bin ich?
00:25:08: In einer Midnight
00:25:09: Story
00:25:10: Was?!
00:25:11: In einer sehr
00:25:12: schönen Geschichte?
00:25:14: Nein, nein!
00:25:16: Ich halluciniere.
00:25:17: Das sagen die neuen fast immer?
00:25:22: Wie viele neue gab es denn?
00:25:24: Viele...
00:25:25: wieviele?!
00:25:26: Ich habe nicht gezählt.
00:25:28: Was soll das überhaupt heissen?
00:25:30: ich bin in einer Geschichte.
00:25:31: Genau dass.
00:25:33: Das ergibt keinen Sinn.
00:25:34: Ja muss es auch nicht.
00:25:35: Doch eigentlich schon Nein Willst du wissen was lustig ist?
00:25:41: Nein Du bist das erste Kuscheltier, dass direkt am Anfang mit mir reden kann.
00:25:47: Ich bin was?
00:25:48: Ein Kuscheltier!
00:25:49: Nein... Doch!
00:25:50: Ich-Ich bin ein Mensch.
00:25:52: Oh, das warst du mal.
00:25:53: Hör auf damit!
00:25:54: Oh, du glaubst mich
00:25:54: nicht?!
00:25:55: Natürlich nicht!
00:25:56: Ja dann schau nach unten!
00:25:57: Ich kann meinen Kopf doch nicht bewegen!
00:25:59: Ah ja stimmt.
00:26:00: Das vergesse ich immer
00:26:01: wieder.
00:26:02: Was ist das hier für
00:26:03: einen Ort?
00:26:04: Ein Kinderzimmer?
00:26:05: Und warum bin ich hier?
00:26:06: Weil du umgeblättert wurdest Umgeblattert?
00:26:09: Mhm von einer Geschichte in die nächste Das Buch.
00:26:14: Das Buch macht das?
00:26:16: Oh, das goldene Buch macht viele Dinge!
00:26:18: Woher weißt du davon?
00:26:20: Ich lebe hier Hier in diesem Buch?
00:26:23: Schon ziemlich lange.
00:26:25: Wenn du schon so lange hier bist Warum hilfst du mir dann?
00:26:28: Oh na weil ich neugierig bin Worauf?
00:26:32: Ob du es
00:26:33: weiter schaffst Was meinst du damit?
00:26:36: Wohin soll ich es schaffen?
00:26:38: Oh zur letzten Seite.
00:26:41: Und was ist dort?
00:26:43: Weiß niemand!
00:26:45: Das klingt nicht besonders beruhigend.
00:26:47: Ist das auch nicht?
00:26:49: Passt gut auf, gleich geht's los... Was geht
00:26:53: los?!
00:26:53: Die Geschichte!
00:26:56: Mickey erklärte mir schließlich was hier vor sich ging.
00:27:00: Zumindest einiger Maßen.
00:27:03: Er erzählte mir dass dies seine Geschichte sei.
00:27:09: Dass alles was ich gleich sehen würde bereits feststand und immer wieder genau gleich ablief.
00:27:18: John würde von ihm träumen.
00:27:20: Er würde ihm Geschenke bringen, mit ihm reden und ihn schließlich dazu bringen das Seitenwechselspiel zu spielen Und am Ende würde er dessen Körper übernehmen.
00:27:33: Als ich ihn fragte warum er mir das alles erzählte antwortete er nur dass sich sowieso nichts daran ändern könne und leider hatte er recht.
00:27:45: Ich beobachtete die nächsten Tage praktisch wie im Zeitraffer.
00:27:49: Zuerst verstand ich überhaupt nicht was ich da eigentlich sah Aber je länger ich zuschaute, desto mehr wurde mir klar, dass ich nicht träumte und wirklich in einer dieser Geschichten war.
00:28:04: Diesmal allerdings nicht als Zuschauer in einem Konzertsaal sondern als ein verdammtes Kuscheltier!
00:28:12: Ich sah John – ich hörte Mickey nachts mit ihm reden – ich sah den Granatapfel auftauchen Und ich bemerkte wie John immer nervöser wurde.
00:28:24: Mehrmals versuchte ich irgendwie auf mich aufmerksam zu machen Aber natürlich konnte mich niemand außer Mickey haren.
00:28:34: Und dann kam schließlich die Nacht, in der alles passierte.
00:28:38: John stand vor dem Spiegel mit Mickey in den Händen.
00:28:43: ein greller Lichtblitz erfüllte das Zimmer und ich musste meine Augen zusammen kneifen.
00:28:49: Als ich wieder etwas erkennen konnte lag John bewusstlos auf dem Boden.
00:28:55: Sein Körper richtete sich kurz darauf langsam wieder auf doch irgendetwas stimmte nicht.
00:29:33: Oh!
00:29:34: Du bist ja immer noch da.
00:29:39: Langsam ging er auf mich zu, hob mich hoch und betrachtete mich von allen Seiten.
00:29:49: Du gehörst hier gar nicht mehr hin?
00:29:53: Ich wusste nicht ob das gut oder schlecht war aber wahrscheinlich schlecht!
00:30:01: Dann sorgen wir mal dafür dass du weiter kannst,
00:30:02: hm?!
00:30:05: Mit diesen Worten öffnete er das Fenster... ...und waf mich einfach raus.
00:30:11: Für einen Moment verstand ich gar nicht was passiert war.
00:30:15: dann spürte ich nur noch den Wind und den Fall.
00:30:19: Das Haus raste an mir vorbei.
00:30:21: Die Straße kam immer näher, ich fiel und fielundfiel lange genug um zu begreifen dass das hier unmöglich sein konnte.
00:30:32: Ich hätte bereits lange auf dem Boden aufschlagen müssen doch stattdessen wurde die Welt um mich herum immer dunkler.
00:30:41: Der Wind verschwand der Boden verschwand Und schließlich verschwand alles andere auch und dann wurde wieder Alles Schwarz.
00:30:56: Danach verlor ich irgendwann das Zeitgefühl.
00:31:00: Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wie viele Geschichten ich seitdem durchlebt habe.
00:31:06: In einer davon landete ich bei irgendwelchen zwielichtigen Dealern Wesen die Sachen verkauften, die es eigentlich gar nicht geben dürfte.
00:31:16: Dinge aus anderen Zeiten Fähigkeiten Wunder Alpträume Erschielt mich von ihnen fern Zumindest so lange bis einer von ihnen bemerkte, dass ich nicht in seine Welt gehörte.
00:31:32: Das war ein Fehler!
00:31:35: In einer anderen Geschichte wachte ich an einer Stadt aus Stahl auf.
00:31:40: Jeder einzelne Bewohner war vollkommen verrückt und hielt das für normal.
00:31:46: Die Menschen dort waren wie Roboter – sie lebten einfach nur um zu funktionieren.
00:31:54: Sie feierten Dinge die man niemals feiern sollte.
00:31:59: Eines Tages habe ich gesehen, wie sie einen Menschen von außerhalb geopfert haben.
00:32:03: Und dann alle samt über ihn hergefallen sind!
00:32:07: Sie waren wie wilde Tiere... In dem Moment wünschte ich mir beinahe dass sich wieder ein Kuscheltier war.
00:32:17: und dann gab es da noch die Geschichte mit diesem seltsamen Medikament.
00:32:24: Ich wachte in einer Art Forschungslabor auf.
00:32:30: Eine Ärztin spritzte mehr ein Medikament, von dem sie behauptete dass es meine kognitiven Fähigkeiten steigern würde.
00:32:37: Und das funktionierte auch bis zu dem Zeitpunkt an dem es Überhand nahm.
00:32:43: Glaubt mir so was willst du niemals erleben wenn sich Sekunden wie Jahre anfühlen?
00:32:52: Ich war dort nicht einmal lange aber was für die Menschen um mich herum wenige Stunden waren fühlte sich.
00:33:00: Ich erinnere mich noch daran, wie sehr ich mir gewünscht habe einfach nur bewusstlos zu werden.
00:33:11: Doch selbst das dauerte gefühlt eine Ewigkeit.
00:33:15: In einer anderen Geschichte fand ich mich in einem Bunker wieder.
00:33:20: Bis heute weiß ich nicht genau was dort unten passiert war... ...ich weiß nur dass etwas mit dieser Familie geschehen ist.
00:33:31: Etwas das selbst die Polizei vertuschen wollte!
00:33:34: Ich suchte verzweifelt nach einem Ausgang und fand stattdessen Dinge, die ich niemals hätte sehen sollen.
00:33:42: Und dann war da noch die Hölle!
00:33:45: Ja... Die tatsächliche Hölle.
00:33:50: Falls du dich jemals gefragt hast ob sie existiert?
00:33:54: Leider ja.
00:33:56: Und falls du dich auch gefragt hast, ob sie so schlimm ist wie man erzählt?
00:34:01: Nein.
00:34:03: Sie isst schlimmer.
00:34:05: Viel schlimmer.
00:34:08: Zum Glück zeigte mir jemand wie man dort überlebt.
00:34:12: Naja... Zumindest hat er es versucht.
00:34:17: Bis ich in die nächste Geschichte kam, starb ich ungefähr zwanzigmal und wurde jedes einzelne Mal davon.
00:34:25: In einem dieser seltsamen Geburtsbeutel wieder geboren.
00:34:30: Mit jeder Geschichte hoffte ich dass die nächste Seite die letzte sein würde Und mit jeder Geschichte wurde ich eines besseren belehrt.
00:34:41: Die nächste Geschichte liegt knapp eine Woche zurück.
00:34:46: Zumindest glaube ich das Denn Zeit war mittlerweile ein ziemlich dehnbarer Begriff geworden.
00:34:55: Ich erinnere mich noch daran, wie ich in einem kleinen Motelzimmer aufgewacht bin.
00:35:01: Auf dem Nachtisch lag ein Presseausweis.
00:35:04: Mein Name stand darauf... aber das bedeutete längst nichts mehr.
00:35:10: Inzwischen wusste ich, dass mir das Buch einfach irgendeine Rolle zuteilte und erwartete, dass sich sie spielte.
00:35:18: Kurz darauf klingelte ein Telefon.
00:35:32: Wer ist da?
00:35:38: Was?!
00:35:39: Wo hin...?
00:35:40: Wen haben wir gefunden?
00:35:42: Verteckte Smilgate wartet bereits auf uns.
00:35:47: In dem Moment wusste ich sofort Bescheid, wieder eine Geschichte... Natürlich!
00:35:55: Wo sollte ich sonst auch sein?
00:35:58: Eine Stunde später saß ich neben einer Reporterin im Auto.
00:36:02: Miss Barma Sie redete über einen alten Vermisstenfall Währenddich aus dem Fenster starte und versuchte mich daran zu erinnern wenn ich das letzte Mal einen normalen Tag erlebt hatte.
00:36:15: Ich glaube.... Irgendwann hatte ich aufgehört zu zählen.
00:36:20: Früher hatte ich Angst davor, in diesen Geschichten zu sterben.
00:36:24: Mittlerweile hatte ich angst davor zu überleben.
00:36:28: Wir trafen uns mit einem ehemaligen Detektiv und fuhren gemeinsam zu einem alten Industriegebäude außerhalb der Stadt.
00:36:36: Schon bevor wir ausgestiegen waren, hatte ich ein schlechtes Gefühl Doch das war nichts Neues.
00:36:43: Das hatte ich inzwischen bei jeder Geschichte Aber diesmal war etwas anders.
00:36:50: Als wir das Gebäude betraten, merkte ich es sofort.
00:36:54: Ich blieb einen Moment stehen.
00:37:01: Ja...ich dachte nur Du siehst aus als hättest deinen Geist gesehen So ungefähr.
00:37:09: Sie musterte mich kurz Sagte aber nichts weiter.
00:37:14: Der Detekte führte uns tiefer in das Gebärde hinein Erst durch ein langen Flur Dann durch mehrere Räume Und schließlich hinunter in den Keller.
00:37:27: und dort unten Dort unten fanden wir die Familie oder zumindest das, was nach so vielen Jahren von ihr übrig geblieben war.
00:37:39: Ich verstand zuerst nicht einmal, was ich da sah.
00:37:43: Es wirkte wie ein Haufen Fleisch bis sich ein Auge sah dann noch eins und dann erkannte ich Haare Gesichter Menschen.
00:38:00: die Familie lebte noch irgendwie.
00:38:04: zwanzig Jahre lang hatte jemand sie unter gewaltigen Pressen festgehalten und ihre Körper immer weiter zusammengedrückt.
00:38:14: Langsam, so langsam dass sie überlebten.
00:38:18: Ich werde niemals vergessen wie einer von ihnen nach Luft schnappte oder wie er darum bettelte zu sterben.
00:38:26: Der Detektiv stand neben mir.
00:38:29: ich glaube Er sagte etwas Vielleicht doch nicht Ehrlich gesagt erinnere ich mich kaum noch daran.
00:38:37: Alles woran ich mich erinnare sind die Schreie Die Stimmen Das Flehen Und dann kam das Unvermeidbare.
00:38:49: Miss Barmer rutschte etwas heraus, was sie besser nicht hätte sagen sollen.
00:38:54: Sie sagte, dass die gesamte Familie noch am Leben war – in diesem Moment begriffen sie, dass sie die ganzen Jahre direkt beieinander gelegen hatten und dass keiner von ihnen jemals entkommen war!
00:39:11: Ich habe viele Dinge in diesen Geschichten erlebt aber die Schreie, die danach kamen verfolgen mich immernoch.
00:39:22: Irgendwann war es dann vorbei.
00:39:25: Der Detektiv hat das einzige, was er noch für sie tun konnte und setzte ihrem Leben einen Gnaden-Schuss.
00:39:32: Kurz darauf hörten wir Sirenen in der Ferne.
00:39:36: Polizei!
00:39:37: Rettungswagen... doch es war sowieso zu spät.
00:39:43: Miss Barmer und ich standen draußen vor dem Gebäude.
00:39:48: Traurig oder?
00:39:51: Sie haben zwanzig Jahre lang auf Rettung gewartet.
00:39:54: Ja Und trotzdem kam sie zu späht.
00:39:58: Manche Geschichten haben wohl kein gutes Ende.
00:40:02: Das haben die meisten nicht.
00:40:04: Klingt ziemlich pessimistisch!
00:40:06: Ich bin Reporterin, glaubt mir.
00:40:08: Nach ein paar Jahren verliert man den Glauben an Happy Ends.
00:40:13: Das glaube ich... Weißt du was das Schlimmste daran ist?
00:40:18: Was?
00:40:19: Dass sie wahrscheinlich bis zum Schluss gehofft haben dass sie dort rauskommen?
00:40:24: Darauf wusste ich keine Antwort.
00:40:27: Vielleicht weil sie recht hatte Oder vielleicht auch Weil ich plötzlich das Gefühl hatte, dass dieser Satz nicht nur auf diese Familie zutraff.
00:40:39: Und genau in diesem Moment begann die Welt um mich herum zu verschwimmen.
00:40:45: Das Gebäude löste sich langsam auf, die Sirenen verstummten.
00:40:51: Miss Barma wurde immer undeutlicher bis sie schließlich vollständig verschwand und alles wieder dunkel wurde.
00:41:06: Kommen wir zur jetzigen Geschichte.
00:41:09: Ich öffnete meine Augen ich lag in einem Bett und wurde von den Nachrichten aus dem Radio geweckt.
00:41:17: Meistens wurde ich einfach mitten ins Chaos geworfen.
00:41:21: Irgend ein Monster, irgendein Fluch.
00:41:24: Irgend einen Wahnsinniger der Menschen heutete Auffrass oder Opferte.
00:41:29: Doch diesmal nicht.
00:41:32: Diesmal wachte ich auf und alles begann mit Nachrichten Krieg Überall Krieg Im Radio Im Fernsehen Im Internet.
00:41:47: Die ganze Welt schien innerhalb kürzester Zeit komplett durchgedreht zu sein Und mittendrin traf ich diesen Kerl Noa.
00:41:57: Ehrlich gesagt dachte ich zuerst, dass ich wieder in irgendeiner besonders grausamen Geschichte gelandet war.
00:42:05: Die ersten Geschichten hatten mich ziemlich darauf trainiert hinter jeder Ecke das Schlimmste zu erwarten aber je länger ich dort war desto mehr merkte ich, dass diese Geschichte anders war nicht weil sie harmlos gewesen wäre sondern weil sie sich echt anfühlte.
00:42:26: zum ersten mal seit langer zeit hatte ich nicht das Gefühl Eine Figur in einem Albtraum eines Psychos zu sein.
00:42:35: Die Menschen wirkten wie echte Menschen, sie verhielten sich nicht wie Wahnsinnige.
00:42:41: Niemand sprach in Rätseln und niemand schien von irgendwelchen dunklen Mächten kontrolliert zu werden.
00:42:49: Und Noah?
00:42:51: Noah war wahrscheinlich der normalste Mensch den ich seit dem Öffnen dieses verdammten Buches getroffen hatte.
00:42:59: Natürlich war er anders als die meisten Menschen.
00:43:02: Das merkte man sofort Aber anders bedeutete nicht, dass er falsch war.
00:43:09: Während andere ständig versuchten Dinge zwischen den Zeilen zu lesen, sagte Noah genau das was er dachte – Nicht mehr und nicht weniger.
00:43:20: Vielleicht mochte ich ihn deshalb.
00:43:23: Vielleicht auch weil er einer der wenigen Menschen war die mich nicht ständig anloggen oder verwirren wollten.
00:43:31: Ich begleitete ihm durch diese Geschichte.
00:43:34: Durch den Krieg.
00:43:36: Durch die Entscheidungen die er treffen musste Durch alles, was mit seinem Kumpel Elias geschah.
00:43:43: und obwohl diese Welt keine Monster hatte, fühlte sie sich manchmal schlimmer an als jede Hölle die ich zuvor gesehen hatte.
00:43:52: Ich sah Städte brennen – ich sah Menschen, die noch vor wenigen Tagen Nachbarn gewesen waren und sich plötzlich gegenseitig hasten!
00:44:01: Ich sah wie Familien auseinandergerissen wurden, wie Freunde verschwanden, wie Menschen starben, die nichts falsch gemacht hatten….
00:44:11: Und das Schlimmste daran war nicht einmal der Krieg selbst.
00:44:17: Das Schlimmmste war, wie schnell sich die Menschen daran gewöhnten – Noah tat es nie!
00:44:26: Egal was passierte er blieb derselbe.
00:44:30: Er versuchte zu verstehen was um ihn herum geschah.
00:44:34: Er versuche das Richtige zu tun Selbst wenn niemand mehr wusste was das überhaupt bedeutete.
00:44:41: und dann war da noch sein Kumpel Elias.
00:44:44: Ich sah wie wichtig er für Noah war.
00:44:47: Ich sah die Hoffnung, die er sich trotz allem bewahrte.
00:44:51: Und ich sah wie die Hoffnungen immer wieder auf die Probe gestellt wurde.
00:44:57: Ehrlich gesagt erinnerte mich das an mich selbst.
00:45:01: Denn Hoffnung war etwas, dass mir das Buch schon seit langer Zeit versucht hatte zu nehmen und trotzdem hielt ich immer noch daran fest – irgendwie!
00:45:14: Als ich die Geschichte schließlich dem Ende neigte, saßen Noah und ich an einem Ort den ich wahrscheinlich niemals vergessen werde….
00:45:23: Es war ein Hügel oberhalb eines kleinen Sees.
00:45:28: Die Sonne ging gerade unter und färbte den Himmel orange-rot, das Wasser war vollkommen ruhig – kein Krieg, keine Sirenen und keine Schreie nur Stille!
00:45:45: Zum ersten Mal seit einer Ewigkeit fühlte sich alles friedlich an.
00:45:50: wir saßen eine ganze Weile schweigend dort.
00:45:54: dann begann ich zu reden.
00:45:56: Ich erzählte ihm vom goldenen Buch von Zagota Von der Symphonie des Todes.
00:46:04: Von Mickey, von der Hölle!
00:46:06: Von all den Menschen die gestorben waren und von allen Dingen die ich gesehen und erlebt hatte.
00:46:14: Irgendwann hörte ich auf die Geschichten zu erzählen Und begann stattdessen darüber zu reden was sie mit mir gemacht hatten.
00:46:22: Wir blickten auf dem See.
00:46:26: Ich glaube ich werde langsam verrückt.
00:46:28: Warum?
00:46:30: Warum?!
00:46:33: Ich bin durch die Hölle gelaufen.
00:46:35: Ich wurde verfolgt, gefoltert getötet und irgendwo anders hingeworfen.
00:46:39: Ich habe Dinge gesehen die kein Mensch je sehen sollte!
00:46:43: Das stimmt.
00:46:45: Das ist alles was du dazu sagst?
00:46:47: Was soll ich sonst sagen?
00:46:48: Nicht seufzter.
00:46:52: Irgendwie war das eine typische Noa-Antwort... Ich weiß nicht mehr was echt ist.
00:47:01: Das vergibt Sinn.
00:47:02: Wieso ergibt es Sinn?
00:47:04: Weil du ständig in anderen Welten bist.
00:47:07: Das sind keine anderen Welte.
00:47:09: Es sind Geschichten.
00:47:11: Wo ist der Unterschied?
00:47:13: Darauf hatte ich keine Antwort.
00:47:17: Eine Weile schwiegen wir wieder, Der Wind stricht durch das Gras.
00:47:23: Irgendwo zwitscherte ein Vogel.
00:47:27: Es war fast absurd wie normal dieser Moment wirkte.
00:47:31: Glaubst du dass halt irgendwann auf Dass ich irgendwann endlich wieder Auf meinem Sofa in der normalen Welt aufwache?
00:47:40: Noah dachte nach.
00:47:42: Natürlich dachte er nach.
00:47:45: Er antwortete eigentlich nie sofort Nein.
00:47:48: Ich denke nicht Nein.
00:47:52: Warum nicht?
00:47:54: Weil das Buch genau das macht Was macht?
00:47:57: Geschichten erzählen.
00:47:59: Wenn das Buch keine Geschichte mehr hätte, würde es seinen Zweck verlieren.
00:48:03: Vielleicht gibt es irgendwann ja eine letzte Geschichte.
00:48:08: Warum sollte es?
00:48:10: Na weil jedes Buch irgendwann endet.
00:48:12: Woher weißt du das?
00:48:14: Na Weil Ich verstummte Denn plötzlich fiel mir auf Dass ich überhaupt keinen Beweis hatte.
00:48:25: Ich hatte einfach angenommen, dass irgendwo ein Ende auf mich wartete.
00:48:29: Eine letzte Seite!
00:48:31: Eine letzte Geschichte... Ein letzter Satz.
00:48:36: Weil du hoffst das das Buch einen Ende hat?
00:48:39: Ja Das bedeutet aber nicht, dass es eins gibt.
00:48:43: Ich starte auf den See.
00:48:46: Ich wusste wieder nicht was ich sagen sollte Nur hingegen wirkte vollkommen ruhig Als hätte er gerade etwas Offensichtliches ausgesprochen.
00:48:57: Vielleicht hatte er das sogar Und wenn Du recht hast Dann wirst du wahrscheinlich noch viele Geschichten erleben.
00:49:05: Aber wie viele?
00:49:07: Wann ist es endlich genug?
00:49:09: Keine Ahnung, nach hunderten?
00:49:13: Vielleicht tausenden?
00:49:16: Vielleicht für immer?
00:49:20: Wahrscheinlich... Danach sagte keiner von uns mehr etwas.
00:49:26: Wir saßen einfach da und sahen zu wie die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand Und während der Dunkelheit über den See kroch begann ich etwas zu begreifen.
00:49:40: vielleicht hatte ich die ganze Zeit die falsche Frage gestellt.
00:49:46: Vielleicht hätte ich nie fragen sollen, wann diese Geschichten enden?
00:49:51: Vielleicht hätte Ich fragen sollen ob sie überhaupt enden können denn das Buch hatte mich nie belohnt.
00:49:58: Nie gerettet!
00:50:00: Nie näher an eine Antwort gebracht.
00:50:04: Es hatte immer nur eines getan Immer nur die nächste Seite aufgeschlagen und während ich dort neben Noah saß wurde mir zum ersten Mal klar dass das vielleicht alles war, was es jemals tun würde.
00:50:22: Vielleicht war ich nie dazu bestimmt gewesen, das Ende zu erreichen.
00:50:26: Vielleicht bestand meine Rolle einfach darin diese Geschichten zu erleben Geschichte für Geschichte Seite für Seite Für immer Und genau das machte mir mehr Angst als jeder einzelne Geschichte zuvor.
00:50:47: Ich schreibe also diesen Brief hier und werde ihnen Noahs Geschichte zurücklassen.
00:50:53: Wenn du also denselben Fehler gemacht hast und dieses Midnight Stories Buch geöffnet hast, rechne nicht damit dass du jemals wieder zurück in deine Welt kommen wirst.
00:51:05: Denn ich habe es auch nicht geschafft!
00:51:09: Aber wer weiß?
00:51:11: Vielleicht treffen wir uns ja eines Tages in einer Geschichte... Und dann kannst Du mir von Deiner Reise erzählen.
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